(openPR) Noch 340 Tage bis zum vollen „Dosenpfand“. Mit der Abschaffung der verbraucherfeindlichen Insellösungen ab Mai 2006 wird die Pfandpflicht auf Einweggetränkeverpackungen eine neue Dimension erhalten. Dann kann das Leergut endlich in jedem Geschäft zurückgegeben werden, und nicht nur dort, wo die volle Flasche oder Dose gekauft wurde. Unklarheit besteht aber nach wie vor darüber, wie das erforderliche einheitliche und automatenlesbare Pfandkennzeichen für alle bepfandeten Verpackungen aussehen und wer zukünftig das Pfandclearing, also den Ausgleich der ein- und ausgezahlten Pfandbeträge, übernehmen soll. Von beiden Fragen ist die nach dem Kennzeichnungsstandard die vorrangige: Denn erst wenn das einheitliche Kennzeichen mit seinen Leistungsmerkmalen und Systemanforderungen feststeht, kann jede Clearingstelle ihr Leistungsangebot technisch, organisatorisch und wirtschaftlich darstellen und die beste Clearingstelle ausgewählt werden.
Das künftige Sicherheitskennzeichen muss einheitlich sein, da jede Verkaufsstelle alle Einwegverpackungen zurückzunehmen hat. Die Kennzeichnung muss automatenlesbar und gegebenenfalls auch automatisch entwertbar sein, da die ausschließlich manuelle Rückgabe nach bisheriger Praxis unlösbare logistische, personelle und hygienische Probleme aufwirft. Das Sicherheitskennzeichen muss verbraucherfreundlich sein, also die Rücknahme aller Leerverpackungen ohne Ausnahme ermöglichen. Und schließlich muss das Gesamtsystem, bestehend aus Kennzeichen und Rücknahmeautomaten, kostengünstig sein, da alle Kosten letztendlich die Verbraucherinnen und Verbraucher treffen.
Die privaten Haushalte haben daher das Recht auf ein Höchstmaß an Transparenz. Welche Einweg-Rücknahmesysteme bestehen überhaupt? Und was können sie leisten?
Jedes Unternehmen ist natürlich davon überzeugt, das beste System zu haben. Die Interessen der unterschiedlichen Clearingstellen, Kennzeichenhersteller, Abfüll- und Handelsunternehmen sind aber nicht konfliktfrei, schließlich geht es auch um Geld, viel Geld.
Der Unterzeichner, langjährig im Bereich des Verbraucherschutzes für Verpackungs- und Abfallfragen tätig, regt daher eine freiwillige und faire Benchmark-Untersuchung aller derzeit zur Diskussion stehenden Kennzeichnungsstandards für Einweggetränkeverpackungen an.
Ein namhaftes unabhängiges Prüfunternehmen hat bereits erklärt, mit seinen Ressourcen und Erfahrungen die Benchmark-Untersuchung zu unterstützen.










