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Einweg- oder Mehrwegflasche?

(openPR) Die Deutschen sind Weltmeister in Sachen Umweltschutz. Beim Mineralwasser aber scheitern viele, weil beim Pfand keiner mehr durchblickt. Mehrweg oder Einweg? Die Flaschen sehen gleich aus, auf beides zahlen wir Pfand. Nur wer ganz genau hinschaut, erkennt die Flasche mit diesem Zeichen als Einweg. Und nur wo Mehrweg draufsteht, werden die Flaschen wieder verwendet. Ein Pfand-Wirrwarr im Kleingedruckten, das die Discounter geschickt ausnutzen. In dem Moment wo die Barriere zwischen Einweg und Mehrweg wegfiel oder verschwamm, haben auch Kunden im größeren Umfang im Discounter Mineralwasser gekauft, die vorher noch im Getränkemarkt nebenan einkauften.



Wenn Sie mal in den Discounter gehen, sehen Sie, es sind nur Einwegflaschen gelistet. Damit wird ein hoher Umsatz erzielt und die Kunden wieder ins Geschäft zurückgelockt. Wasser in Einwegflaschen: Das Geschäft mit den Discountern machen Großabfüller wie im hessischen Breuna. Kosten für Arbeitsplätze, Logistik und Abfüllanlage haben sie auf ein Minimum reduziert. Wie die Kampfpreise beim Wasser genau zustande kommen, darüber geben die Großabfüllereien natürlich keine Auskunft. Mittlerweile beliefern fünf Großabfüller fast den gesamten Discountmarkt in Deutschland. Der Siegeszug der Discounter beim Mineralwasser ist unaufhaltsam. Lag der Marktanteil vor sieben Jahren noch bei 22 Prozent, stieg er bis 2006 schon auf 44 Prozent. 2009 verkauften die Discounter erstmals mehr als die Hälfte allen Mineralwassers. Ein Siegeszug mit dramatischen Folgen. Das heißt nichts anderes als das Brunnen pleite gehen. Der Grund ist der hohe Kostendruck oder der geringe Umsatz, den sie mit ihren traditionellen Mehrwegflaschen in regionalen Einzugsgebieten tätigen. Mehrweg ist teurer, das wird kleinen Mineralbrunnen zum Verhängnis. Von gut 200 mittelständischen Betrieben ist seit Einführung des Einwegpfandes jeder zehnte vom Markt verschwunden, auch der Aachener Kaiserbrunnen.

Die Marktentwicklung, die sich bei den Discountern vollzieht, hat hierzu stark beigetragen. Denn hier werden Preise angeboten, die nicht mehr nachvollziehbar sind. Millionen hätten traditionelle Getränkeunternehmen wie der Kaiserbrunnen investieren müssen, um auf den lukrativen Einweg-Zug aufzuspringen. Für einen kleinen Brunnen aber rechnet sich die Umstellung von Mehr- auf Einweg nicht. 2003, der grüne Umweltminister Jürgen Trittin gibt den Startschuss für das Einwegpfand. Das Ziel war, dass das Pfand Einweg zurückdrängt und Mehrwegsysteme stützt. Damit helfen Verbraucher der Umwelt und dem Mittelstand, so lautete die Theorie. In Wirklichkeit aber sinkt die Mehrwegquote rasant. Von 82 Prozent in 2003 auf 44 Prozent 2006. 2009 waren es noch knapp 32 Prozent: Mit dem Einweg-Boom drücken die Discounter gezielt den Preis, weil sie sich mit den einfach Produkten wie Mineralwasser, die sehr stark nachgefragt werden, sehr gut beim Konsumenten profilieren können. Damit setzen die Discounter die Rahmenbedingungen in denen sich alle anderen Einzelhändler auch bewegen müssen.

Umwelt hin oder her, auch beim Wasser regiert der Preis. Und da haben die Discounter mit 19 Cent für 1,5 Liter die Kunden längst an der Angel. Billig, praktisch, lecker: Der Verbraucher hat den Umweltgedanken beim Wasser schon längst verloren. Der Preiskampf um das Mineralwasser ist ein Lehrstück über die Marktmacht der Discounter und das Scheitern der Politik in Sachen Umweltschutz.

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