(openPR) Berlin, 3. November 2010. Auf der Veranstaltung am 1. November des KAV Berlin „Spielt das Geschlecht eine Rolle? Wie viel Frau braucht das Land!“ machten die öffentlichen Arbeitgeber noch einmal deutlich, dass sie grundsätzlich mit der Zielsetzung des Landesgleichstellungsgesetzes (LGG) übereinstimmen. Die KAV-Geschäftsführerin Claudia Pfeiffer appellierte dennoch an die rund 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft: „Einige Punkte der Novelle schaffen klare Wettbewerbsnachteile für landeseigene Betriebe und Einrichtungen. Davor darf sich die Politik bei der Gesetzgebung nicht verschließen“.
Mit dem Symposium schuf der KAV am Vormittag namhaften Persönlichkeiten, wie der WSI-Geschäftsführerin Heide Pfarr, der Staatssekretärin Almuth Nehring-Venus und Vertretern aller Fraktionen im Abgeordnetenhaus eine Plattform, ihre Positionen zum LGG und der Gender-Thematik darzustellen. Deutlich wurde dabei, dass die öffentlichen Einrichtungen und Betriebe eine Vorreiterrolle im Bereich der Frauenförderung und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf einnehmen. Hinderlich für die öffentlichen Arbeitgeber ist es aber, dass mit der LGG-Novelle „immer mehr Bürokratie geschaffen wird, anstatt die Diskussion auf die Gender-Thematik zu erweitern und wirklich weiterführende, innovative gesetzliche Regelungen anzustoßen“, so Claudia Pfeiffer.
Zudem führt die späte Kommunikation zwischen Politik und Wirtschaft „zwangsweise zu Vorbehalten bei den Akteuren. Eine frühzeitige Einbindung der öffentlichen Arbeitgeber in die Debatte um Landesgesetze würde wesentlich dazu beitragen, politische und wirtschaftliche Belange besser in Einklang zu bringen“, fasst Claudia Pfeiffer die Diskussionsrunde am Nachmittag zusammen, an der neben den Vorstandsvorsitzenden der BVG und BSR, Dr. Sigrid Nikutta und Vera Gäde-Butzlaff, die Kanzlerin der TU, Dr. Ulrike Gutheil, auch der Personalvorstand der BWB, Norbert Schmidt, Dr. Elke Holst vom DIW und Susanne Stumpenhusen, Landesvorsitzende ver.di Berlin, die wirtschaftlichen Aspekte des LGG diskutierten. Alle Gesprächspartner sind sich einig: wichtig sind pro-aktive Lösungen der Wirtschaft und eine veränderte gesellschaftspolitische Diskussion. Das Land braucht viele Frauen!











