(openPR) Präferenz durch hohe Reichweite bei Tankfüllung
Die aktuell hohen Spritpreise verärgern die Autofahrer, reißen die steigenden Ausgaben der Autofahrer für die Mobilität doch erhebliche Löcher in deren Haushaltsbudgets. So ist es kein Wunder, dass ökologische Aspekte bei der Präferenz von Kraftstoffen für die Verbraucher momentan keine Rolle spielen. Dies zeigt eine aktuelle Untersuchung der 2hm Strategieberatung und dem Lehrstuhl für Marketing an der Universität in Mainz.
Präferenz für hohe Reichweite bei Kraftstofffüllung
Mit Hilfe einer Conjoint-Analyse ermittelten die Forscher die kaufrelevan-ten Entscheidungskriterien beim Erwerb von Kraftstoffen. Erwartungsge-mäß spielt der Preis mit einem Anteil von 26 Prozent an der Kaufent-scheidung die bedeutsamste Rolle, gefolgt vom CO2-Ausstoß mit 23 Pro-zent und der Effizienz des Kraftstoffs mit 21 Prozent. Fast ebenso wichtig für die Autofahrer ist die nachhaltige Herstellung des Kraftstoffes, während die Entfernung zur nächstgelegen Zapfmöglichkeit mit 12 Prozent kaum eine Rolle spielt. „Wie die Ergebnisse der Studie zeigen, entfalten „grüne“ Kraftstoffeigenschaften besonders eine positive Präferenzwirkung, wenn der Preis sich nicht deutlich von den konventionellen Energieformen abweicht“, so Christian Walka, Leiter der Studie und Partner bei 2hm&Associates.
Obwohl die Anzahl der Tankstellen innerhalb der vergangen 40 Jahre von 46.000 auf 15.000 zurückging, spielt für die Autofahrer die Reichweite bis zur nächsten Tanke keine Rolle. Bedeutsamer ist jedoch die erwartete Reichweite mit der Kraftstofffüllung (Effizienz), die durch Verwendung von Diesel eine gewohnt lange Kilometerleistung mittlerweile erreicht hat.
Schadstoffvermeidung durch verbrauchseffiziente Pkw
Welche Alternativen wählt der Autofahrer, um einen Beitrag zur Schad-stoffemissionsminderung zu leisten? An erster Stelle hat die Anschaffung eines verbrauchseffizienten Pkw’s mit 56 Prozent Priorität und ein Viertel möchte häufiger auf die Nutzung des eigenen Autos verzichten. Die Anwendung eines verbrauchseffizienteren Fahrstils und eine Umrüstung des Pkw auf alternative Antriebe spielen hingegen eine untergeordnete Rolle.
Insgesamt bezeichnen sich knapp Dreiviertel der Autofahrer im Rahmen der Befragung als aufgeschlossen gegenüber alternativen Antrieben und 11 Prozent haben sich noch nicht damit beschäftigt. Daneben sind noch 15 Prozent skeptisch eingestellt. „Ähnlich wie bei Einführung von Super E10 bedarf es noch eines erheblichen Vertrauensbeweises durch die Energielieferanten, um Autofahrer für alternative Energieformen zu gewinnen“, so das Fazit von Prof. Frank Huber. Die hohe Wichtigkeit des Preises beim Tankverhalten steht der Kaufbereitschaft für grüne Kraftstoffformen gegenüber. Deshalb sollten fehlende Subventionen seitens des Gesetzgebers erwogen werden, um die Ziele zur Minderung des CO2-Ausstosses erfüllen zu können.












