(openPR) Gleich mehrere Studien zu der Entwicklung eines Impfstoffs gegen die häufig auftretende Karies im Mundraum beschäftigen Wissenschaftler rund um den Globus. Die Ansätze sind hierbei so unterschiedlich, wie die Ergebnisse zunächst eindeutig.
Bei der Bekämpfung gegen die Erkrankung des Zahnschmelzes und später des Zahnbeins (Dentin), mit all ihren unangenehmen Folgen für die Betroffenen, setzen britische Forscher auf die Entwicklung eines Stoffes, der ausgerechnet aus einer genetisch veränderten Tabakpflanze gewonnen wird.
Dieses Präparat soll auf die Zähne aufgetragen werden, wo es durch seine Beschaffenheit die schädigenden Bakterien daran hindern soll, sich an die Zähne zu haften.
In den USA richtet sich das wissenschaftliche Interesse auf die ursächliche Vorstufe der Entstehung von Karies. Hier versuchen die Forscher ein Enzym-Hemmer zu entwickeln, der als Hauptgrund zur Bildung des Zahnbelags anzusehen ist.
In einer weiteren US-amerikanischen Studie werden gentechnisch veränderte Streptokokken untersucht. Vor allem die Streptokokken Mutans, die sich in der Plaque ansiedeln, sind als Hauptverantwortliche des Zahnkrankheitsbildes Karies - in der Bundesrepublik sind in etwa 99 Prozent der Bevölkerung betroffen – anzusehen. Die genetisch veränderte und nunmehr nicht gesundheitsschädliche Art soll, so das Ziel der Forscher, die schädigenden Streptokokken Mutans verdrängen.
Bisher wurde in keiner der genannten Studien ein durchschlagender Erfolg erzielt.
„Selbst wenn es den Wissenschaftlern gelänge einen möglichen Impfstoff zu entwickeln, dauert es noch Jahre, bevor die Belastung dieses Stoffes auf die gesamte Mund- und Organismusumwelt erforscht ist“, so Susanne Schicks, praktizierende Zahnärztin in Berlin zu den Forschungsansätzen.
„Bis dahin empfehle ich jedem, aus der täglichen Erfahrung heraus, die kontinuierliche und regelmäßige Zahnpflege beizubehalten bzw. vernünftig damit zu beginnen.“




