(openPR) Pilotenehepaar Stütz flog mit Gyrocopter über fünf Kontinente
München, 30.09.2010 – Das im Frühjahr 2009 zu einer Weltreise mit Gyrocopter gestartete Ehepaar Melanie und Andreas Stütz ist wohlbehalten nach Deutschland zurückgekehrt. Mit ihrer erfolgreich abgeschlossenen Abenteuerreise erfüllten sich die Beiden einen lang gehegten Kindheitstraum, noch bevor sie selbst Kinder bekommen würden. Melanie träumte als Kind in der DDR vom grenzenlosen Reisen. Andreas schaute als Junge in Westdeutschland die TV-Kinderserie „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“. Sein Kindheitstraum war es, wie Tobbi eine Weltreise mit einem Vehikel zu machen, das fliegen („Flie“), wassern („wa“) und wie ein Auto („tüüt“) fahren kann.
Die Stützens machten in 2006 ihren ersten Probeflug mit einem Flugzeug, das dem „Fliewatüüt“ ähnelt: dem Gyrocopter bzw. Tragschrauber. Er gleicht einem Helikopter, startet und landet jedoch wie ein Propellerflugzeug. Mit Schwimmern kann der Tragschrauber auf Wasser landen und wenn nötig auch direkt an der Autotankstelle betankt werden. Die beiden Abenteurer absolvierten in 2007/2008 ihre Sportpilotenausbildung. Bereits im Frühjahr 2009 starteten sie zu ihrem Weltflug mit Etappen in Europa, Afrika, Australien, Neuseeland, USA und Südamerika.
In Europa folgten Melanie und Andreas von einem Flugplatz bei Berlin aus dem Verlauf des Jakobswegs. Ihr Flug führte durch Frankreich, über die verschneiten Pyrenäen, der spanischen Atlantikküste entlang nach Santiago de Compostela, bis zum Kap Finisterre. Ein totaler Stromausfall an Bord, das Fliegen bei schlechter Sicht im wolkenverhangenen Gebirge sowie in einem heftigen Gewitter sorgten für mehr Aufregung als ihnen lieb war.
Melanie und Andreas Stütz setzten ihre Traumreise im südlichen Afrika fort. Im Tiefflug ging es über Elefanten-, Zebra- und Wasserbüffelherden. Von oben bot sich ihnen ein Feuerwerk der Farben, mit dem saftigen Grün des Okavangos, dem Schneeweiß der Salzseen und dem leuchtenden Orange der höchsten Sanddünen der Welt.
Ein Motorausfall in Namibia zwang sie zur Notlandung auf einem Schotterweg inmitten einer scheinbar menschenleeren Wüste. Innerhalb von 15 Minuten sahen sie sich jedoch von bewaffneten Sicherheitskräften eines Sonderkommandos des namibischen Militärs umgeben.
Ein defekter Ausweisdrucker, die Ablehnung der europäischen flugmedizinischen Bestätigung sowie eine fehlende Versicherung des Tragschraubers schienen das Flugabenteuer in Australien scheitern zu lassen. Es gelang ihnen allerdings auch Australien von oben zu erleben. Der Flug mit dem Gyrocopter führte über die Eukalyptuswälder der Dividing Range zur Ostküste und von dort aus in Richtung Cairns. Wegen eines aufziehenden Sturms und Starkregens an der Küste war der Weiterflug nicht mehr möglich. Melanie und Andreas konnten erst in Neuseeland ihre Reise mit dem Tragschrauber fortsetzen. Dort flog das Pilotenehepaar in einer Formation von fünf Gyrocoptern vom Norden der mystischen „Herr der Ringe“-Inseln zur Südspitze und wieder zurück.
In den USA planten die Zwei vom Bundesstaat Washington über Oregon nach Kalifornien zu fliegen. Seit den Anschlägen des 11. Septembers gelten hierfür besondere Bestimmungen. Über drei Wochen lang schien das Flugabenteuer im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gefährdet. Melanie und Andreas konnten nach schlaflosen Nächten in Seattle schließlich trotzdem starten. Sie flogen die Westküste entlang, über die Golden Gate Brücke von San Francisco, an der Traumfabrik Hollywood vorbei zum Endziel bei Los Angeles.
Zur letzten Etappe ihres Weltflugs reisten Melanie und Andreas weiter nach Argentinien. Dort erforderte es wochenlange Verhandlungen, das Aufsuchen von sechs Behörden, ein persönliches Schreiben des Präsidenten der argentinischen Zivilluftfahrtbehörde bis die Beiden den Gyrocopter an einem Flugplatz bei Buenos Aires startklar machen konnten.
Das Pilotenehepaar flog in Argentinien entlang des Río Uruguay, über die Iguazú Wasserfälle weiter zur brasilianischen Küste. Der letzte Flug mit dem Gyrocopter ging vorbei an den Stränden der Copacabana und Ipanema. Am Höhepunkt des Abenteuers umkreiste das Pilotenpaar Stütz mit ihrem „Fliewatüüt“ die Jesus Statue von Rio de Janeiro.
Das tiefe Fliegen, insbesondere im offenen Cockpit, eröffnete ihnen eine mehrere Sinne ansprechende, einzigartige Perspektive auf die Schönheiten dieser Erde. „Beim Flug über Strände blickte ich auf die Brandung unter mir, roch und spürte den Seewind und schmeckte
sogar das Meersalz auf meinen Lippen“, berichtete Melanie Stütz begeistert.
Im solide verarbeiteten Tragschrauber MTOsport der deutschen AutoGyro GmbH überstanden sie selbst extreme Wetterformen, wie beispielsweise heftige Turbulenzen in Neuseeland.
Während ihrer Weltreise besuchten Melanie und Andreas Projekte des Kinderhilfswerks terre des hommes in Südafrika, Indien, Thailand, Peru und Bolivien. Sie befragten Kinder und Erwachsene nach ihren Träumen. Das Ehepaar lernte in den Gesprächen, dass Träume ein wichtiger Schlüssel für die Entwicklung im Leben sind. „Menschen, die einen Traum für ihr Leben verfolgen, haben eine starke Motivation Widerstände und Widrigkeiten zu überwinden“, so Andreas Stütz. Mit der Realisierung ihres Weltflugs wollen Melanie und Andreas andere ermutigen über Grenzen hinweg ihre Träume zu realisieren.
Zum Abenteuer Weltflug wurde ein fünfteiliger Film gedreht, der bereits in ersten Teilen auf DVD verfügbar ist. Im Frühjahr 2011 erscheint das Buch zum Film mit dem Titel „Weltflug – Rotierend über 5 Kontinente“ im deutschen Buchhandel. Mit der Vermarktung des Abenteuers unterstützen Melanie und Andreas Stütz die Kinderhilfe von terre des hommes. Damit Kindheitsträume wahr werden.
Mehr Info, Filmsequenzen und Fotos zum Abenteuer gibt es auf http://www.weltflug.tv












