(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Die Rohölpreise zeigten sich heute aufgrund widersprüchlicher Wirtschaftsdaten kaum bewegt. Die guten Vorgaben der Aktienmärkte aus Europa wurden aufgehoben von trüberen Aussichten in Asien und den USA. Der Heizölpreis in Deutschland folgte den gestrigen leichten Verlusten und reagierte mit Abschlägen.
Der fundamentale Seitwärtstrend wirkte auch heute auf die Rohölpreise an den Warenterminbörsen in New York und London. Nach leichten Verlusten am Vormittag, insbesondere durch schlechtere Wirtschaftsaussichten in Asien und Rezessionsängsten in den USA, kletterten die Preise am Nachmittag wieder nach oben und lagen über dem gestrigen Tagesschlussniveau. Dabei bewegten sie sich in einer minimalen Spanne von nur 50 Cent. Den schlechteren Nachrichten aus Asien und Amerika wirkten positive aus Europa entgegen. Hier steigen die Aktien und mit ihnen der Euro, der heute für knapp 1,35 US-Dollar gehandelt wurde.
An diesem generellen Trend wird sich nach Analystenmeinung kurzfristig nichts ändern. Die Märkte nicht nur in Amerika gelten als überversorgt. Zudem wird Nigeria analog den anderen OPEC-Mitgliedern seine Produktion über die derzeit geltenden Förderquote von 2,1 Millionen Barrel täglich um 400.000 Barrel hinaus ausweiten – trotz der Einschätzung von Kuwaits Ölminister, dass die OPEC zu ihrem Meeting am 14. Oktober beschließt, die Quoten beizubehalten. „Wir sehen aufgrund der weiterhin reichlichen Versorgung des Marktes und der hohen frei verfügbaren Kapazitäten in den kommenden Monaten eher Korrektur- als Anstiegspotenzial für die Preise“, schätzt Daniel Briesemann vom Branchendienst Commerzbank Commodity Research eine kommende Abwärtsbewegung ein.
Wie schon gestern konnten sich Heizölkunden auch heute über leicht gesunkene Bezugskosten freuen. Nach Erhebung von BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau sanken sie im Bundesdurchschnitt um 57 Cent gegenüber Montag. Damit kostet die 100-Liter-Partie Heizöl EL bei einer Gesamtliefermenge von 3.000 Litern derzeit 66,84 Euro und orientiert sich damit an den gestrigen Verlusten an den Rohölbörsen. Zum Vergleich: Vor einem Jahr kostete die gleiche Menge 54,12 Euro, 2008 waren es 86,45 Euro. 2007 erreichte sie mit 64,27 Euro ein ähnliches Niveau wie derzeit. Das berichtet das Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau auf seiner Website www.brennstoffspiegel.de.
Die Entwicklung der einheimischen Heizöl-Endverbraucherpreise im Bundesdurchschnitt und in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten. Regionale Abweichungen sind marktbedingt jederzeit möglich.











