(openPR) VW will in China Stahl einkaufen
F.A.Z. FRANKFURT, 6. Mai. Wegen der rasant gestiegenen Stahlpreise will Volkswagen beim Einkauf dieses wichtigen Rohmaterials neue Wege gehen. Um die Verhandlungsposition im Preispoker mit großen Stahlherstellern wie Arcelor und Thyssen-Krupp zu verbessern, will Europas größter Automobilkonzern alternative Bezugsquellen auftun und seinen Stahlbedarf fortan auch in China decken. "Wir denken sehr ernsthaft darüber nach, Stahl aus China zu beziehen. Entsprechende Verhandlungen mit chinesischen Herstellern laufen bereits", sagte Franciso Javier Garcia Sanz, für Beschaffung zuständiger Konzernvorstand der Volkswagen AG, im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Samstagsausgabe). Garcia Sanz will zudem die VW-Einkaufsmacht für seine Lieferanten nutzen und verhandelt mit ihnen über ein "Stahlpooling". Demnach würde VW den insgesamt für die Automobilproduktion benötigten Stahl zentral einkaufen und anschließend einen großen Teil davon an seine Lieferanten weitergeben. Der Einkaufschef zeigte sich überzeugt, die höheren Stahlpreise auffangen zu können: "Wir werden die Belastungen aus der Stahlpreisentwicklung durch Kostenreduzierungsmaßnahmen überkompensieren." Im Rahmen des konzernweiten Sparprogramms "ForMotion" will Garcia Sanz die Produktkosten in diesem Jahr um eine Milliarde Euro senken. Für 2006 hat er sich vorgenommen, nochmals einen dreistelligen Millionenbetrag einzusparen.
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