(openPR) Landeshauptstadt ist das Wachstumszentrum Sachsens
Mit dem demografischen Wandel sind die Immobilienmärkte in ein neues Licht gerückt. Insbesondere westdeutsche Großstädte profitieren von einer erhöhten Nachfrage nach Miet- und Anlageprodukten mit den Nutzungsarten Handel, Logistik und Büro, aber auch Wohnen. Entgegen derzeitig eher ungünstiger Prognosen für Ostdeutschland, setzt sich die Landeshauptstadt mit ihrer Bevölkerungs-, Wirtschafts- und Nachfrageentwicklung erfreulich ab und zählt zu den Wachstumszentren unter den B-Städten. Der künftige Flächenbedarf wird sich jedoch differenziert entwickeln. Dr. Eckhard Kaiser, Regionalleiter der Dr. Lübke GmbH in Dresden, sieht vor dem Hintergrund einer erhöhten Wohnnachfrage in den nächsten 20 Jahren attraktive Umnutzungspotenziale auch für leerstehende Gewerbeobjekte in gut angebundenen, zumeist innerstädtischen Lagen.
Wie in allen Großstädten, konzentriert sich auch in Dresden ein Großteil der Büroflächennachfrage auf die Innenstadt, wo die Infrastrukturangebote traditionell besser sind. Die Nutzer suchen sowohl moderne Räumlichkeiten in neueren Objekten als auch das typische Altbauflair der Gründerzeitgebäude. Letztere sind ebenso als Kaufobjekt hoch begehrt, stehen im Dresdner Stadtgebiet jedoch immer seltener zum Verkauf. Der Dresdner Büromarkt ist trotz guter Vermietungserfolge der letzten 5 Jahre durch einen hohen Leerstand von aktuell rund 308.000 Quadratmetern geprägt.
Investoren konzentrieren sich auf Wohnobjekte
Das Gros der überregional agierenden Investoren verhält sich derzeit eher risikoavers, konzentriert sich auf Wachstumsstandorte und sieht in Wohninvestments gute, weil langfristige Renditechancen. Dresden ist dabei für viele zurecht ein attraktiver Investitionsstandort mit Perspektive. Bis 2025 wird ein weiterer Bevölkerungszuwachs von 8 Prozent angenommen, der mit einer Erhöhung der Wohnflächennachfrage von 9,5 Prozent einher geht. „Wir betreuen derzeit über 90 Suchkunden, die in Dresden Wohnanlagen kaufen wollen und haben in diesem Jahr auch bereits ein größeres innerstädtisches Portfolio mit über 1.970 Wohneinheiten erfolgreich platziert. Neben den institutionellen Anlegern verzeichnen wir zunehmend Anfragen von Privatinvestoren und suchen händeringend größere Wohnobjekte“, resümiert Dr. Kaiser.
Büroflächenüberhang erfordert Segment übergreifende Lösungen
Die vorrangig lokale Nachfrage hat gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 13 Prozent realisiert. Mit 12,6 Prozent des Gesamtbestands positioniert sich Dresden dennoch an zweiter Stelle hinter Frankfurt im Leerstandsranking der bundesdeutschen Großstädte. Auch bei fortschreitender Belebung des Büromarktes, ist die Nettoabsorption der Bestandsfläche ein langwieriger Prozess, da größere Flächenbedarfe häufig durch Neubauprojekte gelöst werden und das Grundstücksangebot in sehr guten bis guten Lagen ausreichend ist. Für den Abbau des Flächenüberhangs sind mittelfristig Lösungen gefragt, die auch alternative Nutzungskonzepte beinhalten. Die Hotelnutzung als Option kann, sofern sie sich rechnet, aufgrund der Vielzahl an zuletzt fertig gestellten und noch projektierten Gebäuden trotz Übernachtungszuwachs nur noch im Einzelfall eine Lösung bieten. Viel interessanter ist die Umwidmung zu Wohnen, um insbesondere auch eine Innenstadtbelebung zu gewährleisten.
Dresden ist Wachstumsstadt – die Wohnflächennachfrage steigt
Je nach Szenario wird der Neubaubedarf bis zum Jahr 2025 für Sachsen auf 6.870 bis 11.450 Wohneinheiten geschätzt, wobei der Großteil auf die Städte Dresden und Leipzig entfällt. Durch finale Rückbauprojekte sollen in 2010 und 2011 in Dresden nochmals knapp 2.000 Wohnungen abgerissen werden. Ein geringeres Angebot bei gleichzeitig höherer Nachfrage führt zwangsläufig zur Durchsetzung höherer Marktmieten, auch bei vergleichbaren Wohnungen. Neben dem Wohnraumbedarf nimmt auch die Nachfrage an pflegegeeigneten Immobilien deutlich zu. „Mit unseren Flächenanalyse- und Investitionsrechnungstools ermitteln wir für interessierte Bestandshalter die Chancen derartiger Revitalisierungen ihrer Bestände. Wir verfügen über Spezialisten, die sich in Wohninvestments, aber auch im Bereich Hotel oder Pflege hervorragend auskennen, so Dr. Kaiser.









