(openPR) Hannover/Berlin – 19. August 2010. Das Hannoveraner Softwareunternehmen HaCon präsentiert sich auf der InnoTrans 2010 vom 21. bis 24. September wieder auf einem Gemeinschaftsstand mit der PTV AG, Karlsruhe. Neu in diesem Jahr: Einen separaten Stand (102 in Halle 4.1a) widmet HaCon den jüngsten technologischen Entwicklungen des EU-Forschungsprojektes CREAM.
CREAM steht für „Customer-driven Rail-freight services on a European mega-corridor based on Advanced business and operating Models“. Seit 2007 arbeiten Projektpartner aus Wirtschaft und Forschung an Lösungen, um schienenbasierte Transporte qualitativ besser und effizienter zu gestalten. CREAM umfasst einen Transportkorridor von der Nordsee bis zum Bosporus. Das Projekt koordiniert das Güterverkehrsteam von HaCon gemeinsam mit KombiConsult, Frankfurt.
Software Train Monitor überwacht Transporte
HaCon hat für die Frankfurter Kombiverkehr KG als erstem Anwender im Rahmen von CREAM das neue Zugüberwachungssystem Train Monitor entwickelt. Es vereint aktuelle Zuglaufdaten aus einer Vielzahl von Datenquellen. Die Daten werden über elektronische Schnittstellen (Zugüberwachungssysteme der Bahnnetzbetreiber, Use-IT, GPS) an Train Monitor automatisch übertragen oder direkt im System über eine Eingabemaske manuell erfasst. Zudem bietet das System mit dem HAFAS Information Manager HIM eine Plattform zum Austausch weiterer Zuginformationen. Einzigartig ist die Information über die Estimated Time of Arrival (ETA), der voraussichtlichen Ankunfts- und Bereitstellungszeit. Diese wird automatisch auf Grundlage vergangener Laufdaten ermittelt. Mit Train Monitor bietet sich Bahnoperateuren erstmals die technische Möglichkeit, per Software sämtliche relevanten Betriebsinformationen auf einen Blick einzusehen – einschließlich grenzüberschreitender Züge und Umschlagterminals.
GPS-NavMaster ortet Züge europaweit
Während in Westeuropa die Betriebsleitstellen der Bahnnetzbetreiber genaue Zugpositionen und -zeiten über elektronische Schnittstellen bereitstellen, liegen diese Daten in weiten Teilen Europas nicht vor. Der CREAM-Partner und Co-Aussteller, die Münchner Eureka Navigation Solutions AG, hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Informationslücke zu schließen und eine neue Generation ihres NavMaster Telematiksystems für Güterwagen und Loks entwickelt. Das System besteht aus GPS-Empfänger, GSM/GPRS-Kommunikationsmodul und kann zusätzlich mit verschiedenen Sensoren ausgestattet sein. Mit einer Spezialbatterie sind Betriebszeiten von mehr als sechs Jahre möglich. Das Telematiksystem eignet sich zudem gut dazu, Loks nachzurüsten. Neben der aktuellen Position einer Lok können unter anderem der Kilometerstand und der Tankfüllstand automatisch übermittelt werden. Die NavMaster-Daten werden über Standardschnittstellen an IT Systeme wie z.B. Train Monitor übermittelt und dort visualisiert. Als Ergänzung präsentiert Eureka mit dem RodoTAG ein Funksensormodul, das die Güterwagenlaufleistung erfasst und übermittelt.
ISU-Express macht kombinierten Verkehr möglich
Eines der jüngsten CREAM–Produkte ist der ISU-Express: Damit Spediteure mit nicht kranbaren Sattelanhängern am kombinierten Verkehr zwischen Westeuropa und der Türkei teilnehmen können, haben die CREAM-Partner Rail Cargo Austria (RCA) und Ökombi dieses neue Transportangebot entwickelt. Es basiert auf dem „Innovativen Sattelauflieger Umschlag“ System (ISU) – einer Umschlagstechnologie, die den Sattelanhänger mit Hubseilen auf den Waggon hebt. Im Juni 2010 wurden weitere Probetransporte von Wels in bulgarische Stora Zagora nahe der türkischen Grenze erfolgreich durchgeführt. Ab Herbst 2010 beginnt RCA mit dem Regelbetrieb.
FLOATRAILER sorgt für fließende Übergänge im Glastransport
Zu den weiteren Produktneuheiten, die im Rahmen des CREAM Projektes entstanden sind, gehört der FLOATRAILER für den Transport von Flachglas. Er ist kranbar und auf die Maße von üblichen Sattelanhängern abgestimmt. Erstmals ist es möglich, einen Glastrailer mit Standard-Umschlagsgerät auf Standard-Taschenwagen zu verladen. Der von der Offergeld Logistik Gruppe, einem CREAM-Partner, entwickelte Anhänger lässt sich somit flexibel in kombinierte Transportabläufe einbinden.
Auftrieb für Antrieb per Hybrid-Lokomotive
Wie zwei vollwertige Elektro- und Dieselmotoren eine Lokomotive im Hybrid-Betrieb umweltverträglich und effizient antreiben, zeigt der CREAM-Partner und Spezialist für Antriebstechnik, die Voith Turbo Lokomotivtechnik GmbH & Co. KG. Das Konzept dazu stellt Voith Turbo auch auf seinem eigenen Messestand in Halle 1.2 Stand 101 vor.
Zudem haben Fachbesucher an einem weiteren HaCon-Stand (Halle 4.1a, Stand 126) die Möglichkeit, das Train Planning System TPS für Fahrplankonstruktion und Kapazitätsmanagement sowie das marktführende Fahrplaninformationssystem HAFAS kennenzulernen.












