(openPR) Die Prozessindustrie ist momentan charakterisiert durch intensiven Wettbewerb, hohen Kostendruck und fallenden Margen. Dies gilt in besonderem Maße für die Pharmaindustrie. Weiterhin gibt es eine signifikante Konsolidierung in der Industrie durch internationale Merger und Akquisitionen, die den Wettbewerbsdruck noch erhöhen. Nur Firmen die hohe Qualität mit schneller, effizienter und kosteneffektiver Produktion verbinden werden sich dauerhaft am Markt behaupten können.
Eine Folge dieser Marktbedingungen ist, dass ein Schwerpunkt auf die Interaktion zwischen Produktionsstätten, der bebauten Umgebung und den Standorten gelegt wird. So versucht man, über den gesamten Produktionsprozess Effizienzen zu heben, im Wesentlichen durch Prozessoptimierung und der Realisierung von Synergien.
Das Facility Management muss die Verlässlichkeit sowie die Verfügbarkeit der Systeme in einer sicheren Produktionsumgebung gewährleisten. Dies führt dann zu nachhaltiger Produktqualität und Kosteneffektivität.
Die wichtigsten Aufgaben des Facility Managements sind:
• Planung, Errichtung
• Nutzung/Betrieb
• Instandhaltung
• Umnutzung/Weiternutzung
• Rückbau/Wiederverwendung
• Recycling
Bezogen auf die konkrete Versorgung der Gebäude gehören auch die Wärmebereitstellung, Trinkwasserlieferung, Luft- und Kühlaggregate, Stromversorgung, Sicherheitstechnik und Materialbereitstellung zu den Kernaufgaben des FM - im weiteren Sinne auch die Kantine, Konferenzräume, Rezeption, Administration, Säuberung, Gebäudesicherheit.
Heizung, Lüftung und Klimatisierung machen letztlich den Löwenanteil der Energiekosten und Emissionen der Prozess- bzw. Pharmaindustrie aus. Somit werden mehr als 80% des gesamten Energieaufwandes in der Pharmaindustrie für Gebäude benötigt, davon allein 65% für die Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik. Dies liegt vor allem daran, dass die Klimatisierung und Luftaufbereitung nicht nur für Komfort sorgen, sondern in diesen Gebäuden auch sehr hohe Luftwechselraten für den Personen- und Produktschutz erforderlich sind.
Generell unterliegt die Gebäudetechnik einer Produktion speziellen Auflagen. Jeder Schritt der Wertschöpfungskette stellt spezielle Ansprüche an die Gebäudeinfrastruktur. Dabei stehen der Schutz der Produkte und Rohstoffe vor Kontamination und umgekehrt eine sichere Kapselung der Bereiche, in denen z. B: hochwirksame Wirkstoffe gehandhabt werden, im Mittelpunkt.
Ein entscheidender Punkt, inbesondere in der Pharmaindustrie, ist die Validierung und Qualifizierung der Systeme. Die Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (HLK Systeme) muss validiert werden. Denn diese schaffen in allen Bereichen, in denen die Roshstoffe oder Medikamente mit der Luft in Berührung kommen, optimale Luftbedingunen.
Gebäudemanagementsysteme (Buildung Management System, BMS) unterstützen das FM und sind ein Teil der IT-Infrastruktur der Unternehmen. Diese Systeme können zur Erhöhung der Effizienz aufgeteilt werden in einen validierungspflichtigen und in einen nicht validierungspflichtigen Bereich. Die Systeme für die Bürogebäude können in das BMS integriert werden, so dass dadurch dann eine kom,plette durchgängige Lösungen für die Gebäudetechnik zur Verfügung steht. Über eine sogenannte Total Building Solution (TBS) können dann alle erforderlichen Informationen der Gebäudeinfrastruktur abgerufen werden.
DEFINITION FM:
Die EuroFM, ein Netzwerk von ca. 50 FM-Organisationen in Europa, hat folgende Definition erarbeitet:
"Facility Management ist der ganzheitliche strategische Rahmen für koordinierte Programme, um Gebäude, ihre Systeme und Inhalte kontinuierlich bereitzustellen, funktionsfähig zu halten und an die wechselnden organisatorischen Bedürfnisse anpassen zu können. Damit wird deren höchste Gebrauchsqualität und Wirtschaftlichkeit erreicht."









