(openPR) Die Jusos Unterfranken für das Wahlrecht mit 14
Große Begeisterung löste bei den Jusos Unterfranken die Wahl Hannelore Krafts zur Ministerpräsidentin von NRW aus. „Wir wünschen Hannelore viel Energie, um eine sozialdemokratische Linie in Nordrhein-Westfalen durchzusetzen.“
Besonders das Ziel der Koalition, das Wahlalter für die Landtagswahlen auf 16 zu senken, begrüßen die Jusos Unterfranken. „Das Absenken des Wahlalters ist ein Schritt zu mehr Demokratie“, so die unterfränkische Juso-Vorsitzende Doris Aschenbrenner. „Darauf darf man es jedoch nicht beruhen lassen: Wir fordern ein Wahlrecht ab 14.“ Es könne nicht sein, dass Kindern, die bereits strafmündig sind und selbst ihre Religion auswählen können, das Recht politisch mitzuentscheiden vorenthalten wird. „Ab 14 gelten für die Jugendlichen die Gesetze. Also sollten sie auch an den politischen Entscheidungen beteiligt werden.“
„Wenn man das Wahlalter absenken will, so sehe ich keinen Grund, warum man es nicht auf 14 statt auf 16 Jahre absenken soll“, so die stellvertretende Landesvorsitzende der Jusos Bayern, die Aschaffenburgerin Ann-Kathrin Brodowski. Man könne Jugendlichen nicht unterstellen, dass sie „in einem Alter, in dem viele von ihnen bereits eine Ausbildung machen, nicht selbstständig genug wären, bei einer Wahl eine vernünftige Entscheidung zu treffen.“
Die Jusos Unterfranken erhoffen sich durch eine Absenkung des Wahlalters eine Politisierung der Jugendlichen. Junge Menschen haben ein großes Interesse daran, ihr Lebensumfeld aktiv mit zu gestalten und wollen sich engagieren. Gerade in Zeiten, in denen eine zunehmende Politikverdrossenheit beobachtet wird, müssten Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die Jusos Unterfranken fordern die Absenkung des Wahlalters konsequent für alle Wahlen. Sie hoffen, dass sich durch das Absenken des Wahlalters die Politik stärker an den Bedürfnissen der jungen Generation orientiert, so dass beispielsweise Themen wie Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit oder Bessere Bildung stärker in das Blickfeld geraten.
Auch für Schüler und Schülerinnen ab 14 Jahren sei das Wahlrecht dringend notwendig. Dazu fordert der Sprecher der Jusos SchülerInnen Bayern (JSB), der Schweinfurter Johannes Petersen, mehr Sozialkundeunterricht in allen Schulformen, so dass „die Schülerinnen und Schüler sich auch wirklich ihrer Rolle als Staatsbürger und Staatsbürgerinnen bewusst werden und das in der Schule Gelernte auch gleich aktiv in den politischen Prozess einbringen können.“
„Auch 36 Jahre nach seinem Rücktritt als Bundeskanzler ist Willy Brandts Ausspruch 'Wir wollen mehr Demokratie wagen' noch brand(t)aktuell“, so Aschenbrenner. „Also packen wir's an!“





