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Career-Women: Wettbewerb funktioniert nach männlichen Ritualen

15.07.201008:43 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Career-Women: Wettbewerb funktioniert nach männlichen Ritualen

(openPR) Laut Online-Umfrage von Career-Women.org sind mehr als 30 Prozent der Meinung, dass Frauen Wettbewerb ablehnen, weil er nach männlichen Ritualen funktioniert. Wenn es so wäre, dann könnte auch das erklären, weshalb Frauen geringere Aufstiegschancen als Männer haben. Mangelnder Wettbewerbswille könne auch die Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern begründen, meint Matthias Sutter, Professor für Experimentelle Ökonomie, im Interview mit Career-Women.org.



Scheuen Frauen im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen den Wettbewerb, fragte Career-Women.org in einer Online-Umfrage. Die eindeutige Antwort lautet mit 75 Prozent der abgegebenen Stimmen ja. Die meist genannte Begründung: Mädchen werden nicht wie Jungs zu Wettbewerbsverhalten erzogen. Die Unterschiede könnten auch biologisch/genetische Wurzeln haben, sagt Matthias Sutter, Leiter der Studie "Gender differences in competition emerge early in life" an der Universität Innsbruck. Career-Women.org berichtete bereits in Bäck's Blog über die Studie. Zum Umfeld der Studie hier das Interview:

Herr Sutter, es gibt bereits Studien, die zu dem gleichen Ergebnis kamen. Können Sie mir die wichtigsten aus Ihrer Sicht nennen?

Sutter: Das "gleiche" Ergebnis der anderen Studien besteht darin, dass es einen Geschlechterunterschied in der Bereitschaft gibt, in den Wettbewerb einzutreten (etwa bei Rechenaufgaben). Die wichtigste Referenz dazu ist Niederle, Muriel, and Lise Vesterlund. 2007. ?Do Women Shy Away from Competition? Do Men Compete Too Much?.? Quarterly Journal of Economics 122: 1067-1101. Diese Studie basiert auf Experimenten mit Universitätsstudierenden.

Was unterscheidet Ihre Studie?

Sutter: Unsere Studie zeichnet sich dadurch aus, dass wir für ein ganz breites Altersspektrum im Kindes- und Jugendlichenalter (nämlich 3- bis 18-Jährige) diese unterschiedliche Bereitschaft, sich einem Wettbewerb auszusetzen, untersucht haben. Es gibt einige wenige Studien, die mit Jugendlichen so etwas Ähnliches auch gemacht haben, aber immer nur in einem sehr, sehr begrenzten Altersspektrum mit niemals mehr als 2 Jahren Unterschied. Wir haben 15 Jahre von unseren jüngsten bis zu den ältesten. Es gibt auch keine Studie, die Kinder unter 8 Jahren für eine solche Aufgabe angeschaut hat.


Gibt es Erkenntnisse darüber, warum kleine Mädchen nicht zu Wettbewerbsverhalten erzogen werden?

Sutter: Nicht von meiner Seite.


Wer sollte Ihrer Meinung die entsprechenden Maßnahmen ergreifen?

Sutter: Unsere Ergebnisse sind mit zwei Erklärungsvarianten kompatibel. Erstens können diese von uns festgestellten Geschlechterunterschiede in den ersten drei Lebensjahren durch die Erziehung entstehen. Zweitens können die Unterschiede "einfach" biologisch/genetische Wurzeln haben. (Drittens kann es natürlich auch eine Kombination aus 1 und 2 sein.) Wenn die Ursachen geklärt sind, kann man klare Empfehlungen darüber abgeben, wer die entsprechenden Maßnahmen ergreifen sollte.
Im jetzigen Stadium können wir aber ganz sicher schon sagen, dass es gut wäre, wenn wir Mädchen - schon früh, also sicher in der Schule - auch ermutigende Rückmeldungen über ihr Leistungsvermögen geben, damit sie ihren "Wert" richtig einschätzen lernen.


Ist dieses Manko aus jungen Jahren für immer vorprogrammiert oder lernt Frau aus Erfahrungen dazu?

Sutter: Erfahrung spielt ziemlich sicher ein große Rolle. Es gibt aber noch keine Evidenz aus Langzeitstudien, ob sich diese Haltungen zum Wettbewerb über Jahre hinweg (im Extremfall von der Kindheit bis zur Pension) nicht verändern. Das wäre ein spannendes nächstes Projekt.

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