(openPR) Eigennutzerdeal der EZB stabilisiert Flächenumsatz – Leerstand steigt merklich
• Büroflächenumsatz lag mit 225.000 m² leicht über Vorjahresniveau
• Spitzenmiete lag mit 35,00 EUR/m² leicht unter, Durchschnittsmiete mit 19,00 EUR/m² deutlich über dem Wert des Vorjahres
• Leerstand stieg spürbar auf 17,0 % an
Ähnlich wie schon im vergangenen Jahr hat eine einzelne Transaktion maßgeblich zum Flächenumsatz am Frankfurter Büromarkt beigetragen. Vor Jahresfrist war es die Deutsche Bahn, die mit der Anmietung von ca. 72.000 m² im ehemaligen Dresdner-Bank-Turm für ein Drittel des Flächenumsatzes sorgte. Im 1. Halbjahr 2010 schlug nun die Eigennutzertransaktion am künftigen Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) mit etwa 104.000 m² zu Buche. Dies ist nahezu die Hälfte des gesamten Flächenumsatzes, der sich in den ersten sechs Monaten auf 225.000 m² summierte. „Insgesamt war die Flächennachfrage aber auf niedrigem Niveau“, fasst Marco Mallucci, Director Office Agency bei Savills und verantwortlich für das Bürovermietungsgeschäft in Frankfurt, das Marktgeschehen zusammen. „Ließe man den EZB-Deal unberücksichtigt, dann hätte der Flächenumsatz deutlich unter dem Vorjahresniveau gelegen“, macht Mallucci deutlich.
Das Mietniveau blieb im 2. Quartal gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres unverändert. Die Spitzenmiete betrug weiterhin 35,00 EUR/m² und lag damit 1,00 EUR/m² bzw. knapp 3 % unter dem Niveau des Vorjahres. Die Durchschnittsmiete lag bei 19,00 EUR, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine Steigerung um fast 12 % bedeutet. Letzteres ist vor allem dem überdurchschnittlich hohen Anteil an Mietvertragsabschlüssen im Bankenviertel geschuldet.
Der Büroflächenleerstand stieg im Jahresvergleich deutlich auf 17,0 % an. Dies ist zum Teil ein statistischer Effekt, weil im Betrachtungszeitraum eine exaktere Erfassung des Flächenbestands in verschiedenen Teilmärkten stattgefunden hat. Zum anderen spiegelt diese Entwicklung aber auch den derzeitigen Angebotsüberschuss wider. Das Flächenfertigstellungsvolumen wird sich in diesem Jahr voraussichtlich auf ca. 340.000 m² belaufen und im nächsten kommen weitere ca. 290.000 m² hinzu.
Im Hinblick auf das 2. Halbjahr ist davon auszugehen, dass der Leerstand nochmals leicht ansteigt und die Mieten deshalb kein Aufwärtspotenzial haben. Der Gesamtflächenumsatz des Jahres 2010 dürfte sich auf ca. 400.000 m² summieren und damit etwa das Vorjahresniveau erreichen.




