(openPR) Mit Ausbruch der Finanzkrise im Herbst 2009 sank in Bonn sowie dem Rhein-Sieg-Kreis die Kauflust nach Wohneigentum: Viele Menschen fürchteten um ihre Ersparnisse und ihren Arbeitsplatz. Seit Frühjahr 2010 normalisierte sich die Situation und die Nachfrage hat sich im Jahresverlauf auf diesem Niveau stabilisiert. Die Preise für Wohnimmobilien sowie die Wohnungsmieten blieben überwiegend stabil. Gewinner: Immobilie als Kapitalanlage. Seit den Kurseinbrüchen am Aktienmarkt ist die Nachfrage nach vermieteten Häusern als stabile und inflationssichere Kapitalanlage gestiegen. „Gesucht werden Mietshäuser mit vier bis acht Wohnungen. Im Großraum Bonn ist die Nachfrage danach um etwa 20 Prozent höher als früher“, erläutert Reinhard Doering, Immobilienmakler in Königswinter und stellvertretender Vorsitzender der Bonner Immobilienbörse (BIB), einem regionalen Makler-Netzwerk. Er ist überzeugt, dass die Immobilie auf lange Sicht Aktien den Rang abgelaufen habe. Eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung untermauert dies. Demnach halten 79 Prozent der Deutschen Wohneigentum für die sicherste Anlageform. Bei selbstgenutzten Häusern und Eigentumswohnungen sind in Bonn besonders die Innen- und Südstadt sowie Venusberg und das Bad Godesberger Villenviertel beliebt. Hier muss man für ein gebrauchtes, freistehendes Eigenheim etwa 450.000 bis 550.000 Euro bezahlen. Eigentumswohnungen schlagen an diesen Standorten mit 1.800 bis 2.200 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche zu Buche. Im Neubau-Erstbezug muss man etwa 3.200 Euro einrechnen. In Bonn sind die Mieten vor allem in sehr guten Wohnlagen sowie im Erstbezug teilweise gestiegen: in guten Lagen von acht auf 8,20 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter Wohnfläche. Der Grund: es werden kaum noch Mehrfamilienhäuser gebaut, so dass die Nachfrage größer als das Angebot ist. Laut statistischem Landesamt wurden 2008 in der Bundesstadt Baugenehmigungen für 738 Wohnungen erteilt, dies ist die geringste Zahl seit fünf Jahren. Der Schnitt lag in den vergangenen 15 Jahren bei jährlich 1.275. Und noch etwas fällt auf: es werden vor allem Ein- und Zweifamilienhäuser und weniger Mehrfamilienhäuser, also klassische Mietwohnungen, bewilligt. Im Rhein-Sieg-Kreis sind die Immobilienpreise in den Stadtzentren wie in Siegburg, Sankt Augustin, Bad Honnef und Königswinter überwiegend stabil. Gleiches gilt für die Höhenlagen wie den Stadtteilen Königswinter-Oberpleis, -Ittenbach, -Thomasberg und Lohmar-Heide. In Siegburg muss man für ein freistehendes Einfamilienhaus in guter Lage etwa 335.000 Euro einrechnen, in Bad Honnef 365.000, in Sankt Augustin 275.000 und in Königswinter 255.000 Euro. Einen aktuellen Überblick finden Sie unter www.doering-immobilien.de.
Zurückgehende Nachfrage und Preise sind hingegen in Gemeinden zu beobachten, die schlecht an diese Oberzentren angebunden sind. In Neunkirchen-Seelscheid, Rheinbach oder Windeck gingen die Immobilienpreise in den vergangenen zwölf Monaten um drei bis neun Prozent zurück. Dies geht aus Markterhebungen des Immobilienverbands IVD hervor. Die Immobilienmarkt profitiert ungebrochen vom Siegburger ICE-Bahnhof: So kommt es, dass wir auch Käufer haben, die in Düsseldorf, Köln oder Frankfurt arbeiten, mit ihren Familien in den Kreis ziehen und jeden Morgen mit dem Zug zu ihrem Arbeitsplatz pendeln. Aussicht 2010: Ob das Nachfrageverhalten n diesem Jahr so bleibt, wird von der Wirtschaftsentwicklung abhängen. Je sicherer der Job, umso eher seien die Menschen bereit, Wohneigentum zu erwerben, so Doering. Bauchschmerzen bereiten ihm die Banken, die bei der Darlehensvergabe strenger sind und häufiger den Traum vom Eigenheim platzen lassen.










