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ICC-Studie Protektionismus: G20-Länderranking

(openPR) Berlin, 30. Juni 2010 ­– Trotz anderslautender Beteuerungen der G20 ergreifen immer mehr führende Wirtschaftsnationen Maßnahmen, um ihre Volkswirtschaften abzuschotten. Innerhalb der G20-Staaten führend seien dabei Russland, die USA, Indien, Argentinien und Brasilien. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Peterson Institute for International Economics in Washington im Auftrag der Research Foundation der Internationalen Handelskammer (ICC).

Demnach haben alle G20-Staaten in den vergangenen zwei Jahren protektionistische Schritte ergriffen. Bis zum September 2009 wurden 172 Maßnahmen umgesetzt, hunderte weitere seien in Vorbereitung. Wenn nur die Hälfte der anstehenden Maßnahmen wirksam werden würde, gäbe es eine weltweite Phase von protektionistischen Vergeltungsmaßnahmen, wie sie seit der Großen Depression nicht zu beobachten war, so der Bericht.

Ranking der G-20 Staaten – Deutschland auf Platz 7
Weltweit führend bei der Ergreifung von protektionistischen Maßnahmen seien Russland, die USA, Indien, Argentinien und Brasilien. Deutschland steht in der Studie auf Platz 7. Das Ranking bezieht sich auf die Jahre 2008/2009 sowie auf die bereits geplanten Schritte. Von den G20-Staaten am wenigsten abschottend verhalten hätten sich Mexiko, die Türkei, Australien, Südkorea, Südafrika und Saudi-Arabien.

Das Ziel von protektionistischen Handelsmaßnahmen, heimische Arbeitsplätze zu schützen, habe den gegenteiligen Effekt. Denn andere Staaten würden dem Vorgehen entweder nacheifern oder sie vergelten. So käme es zu Arbeitsplatzverlusten, die üblicherweise diejenigen übersteigen würden, die man habe schützen wollen. So wird beispielsweise geschätzt, dass die „Buy American“-Gesetzgebung, die 43.000 Jobs schützen sollte, in den USA aufgrund von ähnlichen Maßnahmen in anderen Ländern zum Verlust von 200.000 Arbeitsplätzen führen könnte.

Politische Empfehlungen, die die Studie ausspricht, sind ein schneller Abschluss der Doha-Runde, die Beschleunigung von WTO-Streitbeilegungsmechanismen, die Einführung regelmäßiger Treffen der Handels- und Wirtschaftsminister der G20-Staaten sowie die Ernennung einer G20-Gruppe von international anerkannten Handelsexperten oder „G20-Wirtschaftsweisen“, die Länder identifizieren und benennen, die neue protektionistische Maßnahmen einführen.

Victor K. Fung, Weltpräsident der Internationalen Handelskammer (ICC), sagte: “In einer Zeit der wirtschaftlichen Erholung braucht die Welt weniger und nicht mehr Maßnahmen, die den Handel beschränken“. Die Ergebnisse des Berichtes werden heute auf dem ICC World Business Summit in Hong Kong diskutiert.

Zum Download der Studie: www.icc-deutschland.de

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