(openPR) Brohltal-Klinik St. Josef: Hedi Thelen MdL besuchte die Fachklinik für Geriatrische Rehabilitation
Burgbrohl. Der neue Geriatrieplan des Landes Rheinland-Pfalz bereitet ihm eine Menge Kopfzerbrechen; denn, so Dr. Heinz L. Unger, der Chefarzt der Geriatrischen Rehabilitation der Brohltal-Klinik St. Josef, die Landesregierung lässt bei ihren Überlegungen die vorhandenen Strukturen völlig außer acht. Viele Punkte sind zudem noch gar nicht geregelt. So befürchtet Unger, dass die Geriatrische Rehabilitation noch weiter ins Hintertreffen gerät (und dabei ist heute schon Rheinland-Pfalz in Sachen Geriatrie und Altersmedizin das Schlusslicht unter den 16 Bundesländern) und damit letztlich auch die Brohltal-Klinik St. Josef in ihrer Existenz bedroht wird.
Aber das ist noch längst nicht alles, was Unger umtreibt. Das erfuhr jetzt auch die sozialpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Hedi Thelen, die zusammen mit Guido Ernst MdL und Tino Hackenbruch, dem Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes Brohltal, die Fachklinik besuchte. Das größte Problem für alle sechs Geriatrischen Rehakliniken in Rheinland-Pfalz ist die Einweiserpraxis der Krankenkassen. Seit Herbst 2007 beobachten Unger und seine Kollegen mit wachsender Sorge, dass die Kostenträger vielen älteren Patienten ihr gesetzlich verbrieftes Recht auf geriatrische Rehabilitationsmaßnahmen vorenthalten, entsprechende Anträge glattweg ablehnen oder sie statt dessen zur Rehabilitation in eine allgemeine und damit kostengünstigere Rehaklinik schicken. Für viele ältere Patienten führt damit der Weg statt in die Geriatrische Rehaklinik schnurstracks in ein Pflegeheim. „Hier werden die Rechte der Patienten mit Füßen getreten, und das Landesamt für Soziales in Mainz segnet dieses Vorgehen der Kostenträger auch noch ab“, ärgert sich Unger.
Dabei braucht der ältere Mensch, der beispielsweise nach einem Schlaganfall wieder auf die Beine kommen will, eine bedarfsgerechte Rehabilitation, die seine altersspezifischen Probleme in den Blick nimmt, breit angelegt ist und mit einem ganzheitlichen Therapieansatz versucht, dem älteren Menschen ein hohes Maß an Selbständigkeit und damit an Lebensqualität und persönlicher Freiheit zurückzugeben. – Wie erfolgreich diese geriatrische Rehabilitation ist, belegen zahlreiche Studien. Sie besagen: Pflegebedürftigkeit kann dank gezielter und qualifizierter Reha vermieden oder für Monate oder Jahre hinausgezögert werden. Trotzdem ist zu beobachten, dass die Ausgaben für die Reha kontinuierlich sinken, während die für die Pflege dramatisch ansteigen.
Unger kämpft seit Jahren für das Recht auf geriatrische Rehabilitation. Mit Hedi Thelen hat er eine weitere Mitstreiterin gefunden.






