(openPR)
Ein „Weißwaschen“ seiner früheren Aggressionskriege wirft der südkoreanische Präsident Roh Moo-hyun dem benachbarten Japan vor. Im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagausgabe) lobte Roh demgegenüber die Bereitschaft Deutschlands, sich nach Kriegsende mit Frankreich auszusöhnen. In Japan werde dagegen der jungen Generation ein Geschichtsbild vermittelt, das die kriegerische Vergangenheit des Landes glorifiziere. Das schüre in Südkorea, das von 1910 bis 1945 japanische Kolonie war, Befürchtungen, „daß ähnliche Ereignisse sich wiederholen“, so Roh. Die verbalen Auseinandersetzungen zwischen beiden Nachbarstaaten haben sich in jüngster Zeit auf den Inhalt japanischer Geschichtsbücher sowie den Streit um eine Inselgruppe konzentriert. Diese Inseln habe Japan in einem Aggressionskrieg erobert, sagte Roh Moo-hyun. Zur japanischen Haltung sagte der südkoreanische Staatschef: „Es stimmt, daß Japan sich verschiedentlich entschuldigt hat. Aber Ereignisse der jüngsten Zeit haben diese Entschuldigungen gleichsam annulliert.“ Roh Moo-hyun beginnt am Sonntag einen Staatsbesuch in Deutschland.
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