(openPR) Der Liberale Mittelstand Südhessen informierte sich bei einem Besuch über die Arbeit der Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH, an der außer dem Kreis Bergstraße alle Kommunen und die drei im Kreisgebiet tätigen Sparkassen beteiligt sind. Von Seiten des Liberalen Mittelstands nahmen an dem Gespräch deren Regionalvorsitzender Roland von Hunnius (Rimbach), Schatzmeisterin PhDr. Martina Daubenthaler (Einhausen) und Vorstandsmitglied Richard Meier-Sydow (Birkenau) teil. Empfangen wurden sie in Vertretung des verhinderten Geschäftsführers Dr. Carl-Christian Beckmann von Dr. Matthias Zürker, dem Leiter Unternehmerservice und Qualifizierungsbeauftragten.
„Die Bergsträßer Wirtschaftsförderung ist ein Erfolgsmodell“. Mit diesen Worten fasste Richard Meier-Sydow seinen Eindruck zusammen. Die Besucher zeigten sich beeindruckt von der imponierenden Leistungsbilanz der Wirtschaftsförderung, die mit einem relativ kleinen Mitarbeiterteam erbracht werde, von dem wiederum ein erheblicher Teil mit Fremdmitteln und Sponsorengeldern finanziert werde. Ausführlich wurde über die Schnittstellen zwischen der Kreis-Wirtschaftsförderung einerseits und den kommunalen Wirtschaftsförderern sowie der Wirtschaftsförderung in den beiden Metropolregionen Rhein/Main und Rhein/Neckar andererseits gesprochen. Roland von Hunnius lobte die erfolgreiche Kooperation mit dem Eigenbetrieb Neue Wege. Sie biete Langzeitarbeitslosen die Perspektive der beruflichen Selbstständigkeit und begleite aktiv die Entwicklung und Umsetzung eines jeweils geeigneten Geschäftsmodells. Besonders hervorgehoben wurde die Vernetzung mit regionalen Banken, insbesondere den Sparkassen. Durch sie werde eine schnelle und unbürokratische Unterstützung in der Frühphase neuer Unternehmen ermöglicht.
Zwei Punkte liegen den Vertretern des Liberalen Mittelstands nach eigenem Bekunden besonders am Herzen. Interkommunale Gewerbegebiete, mit denen andernorts schon gute Erfahrungen gemacht werden, könnten auch bei uns dazu beitragen, unproduktives Kirchturmdenken gar nicht erst aufkommen zu lassen. Im Kreis Bergstraße seien sie bisher leider noch Theorie. Die zweite Herausforderung, der sich die Region stellen müsse, sei die längst überfällige flächendeckende Internet-Breitbandversorgung. Diese sollte so selbstverständlich sein wie die Infrastruktur mit Straßen- und Schienenwegen oder der Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung. In dieser Frage könne die Wirtschaftsförderung den Finger in die Wunde legen, den Bedarf aufzeigen und Lösungswege darstellen. Lösen müsse das Problem letztlich aber die Politik auf den verschiedenen Entscheidungsebenen. Dies müsse sie schleunigst tun. Sonst drohe der ländliche Teil des Kreises Bergstraße, in der Ansiedlungspolitik den Anschluss zu verlieren.









