(openPR) Hannover (wnorg) - Die Stimmung bei Studierenden des Ingenieurwesens oder der Naturwissenschaften sinkt durch die Krise erheblich. Zukunftsängste und Existenzsorgen machen sich breit. Sicherheit ist wieder gefragt. Die Mobilitätsbereitschaft sinkt dagegen.
Die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise haben bei den deutschen Studentinnen und Studenten Wirkung gezeigt: Die Erwartungen hinsichtlich der eigenen Karrierechancen sind in den Keller gesackt. Während zu Beginn der Krise Anfang 2009 noch jeder Vierte "sehr zuversichtlich" in Sachen Karriereaussichten war, ist es jetzt nur noch gut jeder Siebte. Gleichzeitig steigt derzeit das Bedürfnis nach Job-Sicherheit, längerer Beschäftigungsdauer beim Arbeitgeber, mehr Loyalität im Beschäftigungsverhältnis und geregelten Arbeitszeiten.
Das sind einige Ergebnisse der repräsentativen 7. "Continental-Studentenumfrage" unter angehenden Ingenieurinnen und Ingenieuren sowie Natur- und Wirtschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, die der internationale Automobilzulieferer publiziert hat. TNS/Infratest hatte im Auftrag des Unternehmens rund 1.000 Studenten nach ihren Ansichten zu Karriere, Arbeitswelt und Hochschulthemen befragt. Weitere Themenschwerpunkte waren in diesem Jahr Berufsqualifikation sowie die Hochschulreformen und deren Umsetzung in Deutschland.
Grundsätzlich bleiben die Hochschulabsolventen trotz Krise in ihrer Mehrheit optimistisch was die eigene Karriere angeht: 2010 bewerten immerhin noch 65 Prozent ihre Aussichten als "sehr gut" bzw. "gut". Trotz dieses positiven Grundtenors steigt aber in der Krise das Bedürfnis nach Sicherheit: Im Boom-Jahr 2005 geben 25,6 Prozent an, dass sie an einer "unbefristeten, möglichst lebenslangen Anstellung" und einem "hohen Maß an Loyalität" interessiert sind. 2010 sind es mit 49,7 Prozent nahezu doppelt so viele Befragte, die ein solches Beschäftigungsverhältnis bevorzugen würden.
Möglicherweise auch als Folge der Krise sehen die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure, Natur- und Wirtschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ihren zukünftigen Arbeitsplatz eher in Deutschland, denn die Bereitschaft für einen Auslandsjob ist erneut gesunken, dies gilt insbesondere für mögliche Einsatzgebiete in Osteuropa oder Asien.










