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Problematische Mini-Jobs in Arztpraxen

05.05.201008:12 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Bundeshauptversammlung des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. diskutiert in Kassel über geringfügige Beschäftigungsverhältnisse

„Mini-Jobs sind für unsere Kolleginnen in den Arzt-, Zahnarzt- und Tierarztpraxen in vielerlei Hinsicht problematisch: Als Frauen- und als Nebenbeschäftigung, aber auch als Zuverdienst und in der täglichen Praxisorganisation."



Auf diese Aspekte machte Margret Urban, 2. stellvertretende Präsidentin und Ressortleiterin Tarifpolitik, während der Bundeshauptversammlung (BHV) des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. aufmerksam. Die Mitglieder der BHV, die vom 30. April bis 2. Mai in Kassel tagte, hatten sich am Freitagabend in einer Podiumsdiskussion mit dem Thema geringfügige Beschäftigung auseinandergesetzt. Als Gast begrüßten sie Claudia Menne, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Frauenrates und Leiterin des Bereichs Gleichstellungs- und Frauenpolitik beim DGB-Bundesvorstand.

Margret Urban: „Die Diskussion zeigte die große Bandbreite dieser Problematik. Dabei spielt der Zuverdienst zum Familieneinkommen wohl eher in der Familienphase eine Rolle. In diesen Fällen ist es für Kolleginnen eine Möglichkeit, auf dem Laufenden zu bleiben. Aber längst nicht alle sind freiwillig im Mini-Job. Und oftmals wird von den Praxisinhabern vernachlässigt, dass viele Mini-Jobs und Teilzeitbeschäftigte in der Praxisorganisation Kommunikationsstörungen mit sich bringen. Das bleibt nicht ohne Wirkung auf die Qualität der Patientenbetreuung: Wer nur zehn Stunden in der Woche anwesend ist, kann nicht alle Änderungen verinnerlichen."

Als ein anderes Problem sieht Margret Urban die Mini-Jobs, die Kolleginnen als Nebenjob annehmen müssen, weil das Gehalt als Medizinische, Zahnmedizinische und Tiermedizinische Fachangestellte nicht zum Leben ausreicht. „Für staatlich anerkannte dreijährige Ausbildungsberufe ist das unzumutbar", so Margret Urban. „Hier fordern wir die Arbeitgeber auf, zumindest die Tarifgehälter und die entsprechenden Tätigkeitsgruppen zu zahlen."

Aber nicht nur für die Realisierung ökonomischer Selbstständigkeit – heute und im Alter –, sondern gleichermaßen für die soziale und kulturelle Integration bleibe existenzsichernde und sinnfindende Erwerbstätigkeit entscheidend, so Margret Urban weiter. „Mini-Jobs sollten deshalb nur eine Ausnahme für eine bestimmte Lebensphase sein."

Unabhängig davon vergrößerten Mini-Jobs und erst recht deren geplante Ausweitung auch ein gesellschaftliches Dilemma, das sich vor allem im Sozialsystem niederschlägt: Fehlende Beiträge in der Krankenversicherung reduzieren auch die Finanzen im Gesundheitswesen. Darüber hinaus werde derzeit beobachtet, dass ihre Existenz den Druck auf „Normal"-Beschäftigte erhöhe.

„Der Verband medizinischer Fachberufe e.V. engagiert sich deshalb aktiv innerhalb des Deutschen Frauenrates in der Arbeitsgruppe Mini-Jobs. Rund 20 Verbände sind darin vertreten, die ihre Sichtweisen einbringen werden, um die Politikerinnen und Politiker auf die Konsequenzen dieser in entwickelten Industrieländern einmaligen Form der Bezahlung für die Frauen und die Gesellschaft zu sensibilisieren."

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