(openPR) Bundeskongress der NaturFreunde setzt Maßstäbe für die Zukunft
Rund 200 Delegierte der NaturFreunde Deutschlands aus allen Bundesländern und Gäste aus Deutschland, Polen und Belgien diskutieren von Freitag bis Sonntag wichtige Verbandsthemen und gesellschaftspolitische Fragen. Der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck bezeichnete die NaturFreunde in seinen Grußworten zur Kongresseröffnung als wichtige Kraft der brandenburgischen Natur- und Umweltschutzgeschichte. So freue er sich auch, dass die NaturFreunde nun Potsdam als Ort ihres Bundeskongresses gewählt haben. Mit der grenzüberschreitend gekürten „Landschaft des Jahres 2003 / 2004“, dem Lebuser Land und einer Havel-Kampagne, die 2004 / 2005 zur Flusslandschaft des Jahres gewählt wurden, trügen die NaturFreunde zu einer Regionalentwicklung bei, die z.B. einen Tourismus ermögliche, der die Natur erhält und schützt. Ein funktionierendes Konzept, dass der Entwicklung Brandenburgs in Sachen Naturschutz gerecht wird. Auch für Potsdam mache sich Landschaftsschutz bezahlt, wie Oberbürgermeister Jann Jakobs bekräftigte. Die Havel mache die kulturell reiche Stadt Potsdam zusätzlich für den Tourismus attraktiv. Das Herausragende der NaturFreunde, so waren sich Landesvater Platzeck und Jakobs einig, sei die erfolgreiche Verbindung von Umwelt- und Klimaschutz mit gesellschaftlichen Fragen, Freizeitaktivitäten und Natursportangeboten und das politische Engagement und gratulierten dem Verband zu seinem hundertjährigen Geburtstag.
Michael Müller (MdB), Bundesvorsitzender der NaturFreunde führte in seinem politischen Bericht an den Bundeskongress in das Schwerpunktthema Klimaschutz und Erneuerbare Energien ein und erläuterte „Klimaschutz entwickle sich zur größten Herausforderung für Frieden, Demokratie und Freiheit in der Welt. Die Klimaprobleme kommen in solch einer Geschwindigkeit auf uns zu, dass umgehend die Weichen für einen Klimaschutz gestellt werden müssen, der global greife.“ Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes, machte deutlich, dass „das Kyotoprotokoll nur die Ouverture zum weltweiten Klimaschutz gewesen sei – nicht deren Ende! Bei aller Diskussion um Erneuerbare Energien dürfe jedoch gerade Energiesparen und Energieeffizienz nicht vergessen werden, so Troge weiter.
Mit der anschließenden Auszeichnung dreier Klimaschutzbeiträge aus Naturfreundehäusern und Ortsgruppen als gute Beispiele fiel heute auch der Startschuss zu einem bundesweiten Klimawettbewerb und zum Klimanetzwerk der NaturFreunde. Gefördert vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt werden die NaturFreunde bis 2007 bundesweit vernetzt, weitere Klimaschutzbeiträge in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energiesparen, regionaltypische Verpflegung und Klimaschutz im Freizeitverkehr entwickeln und ihre Erfahrungen allen zugänglich zu machen.






