(openPR) Langfristiger Bärenmarkt noch nicht vorbei
- Nach historischen Daten für die nächsten Jahre unterdurchschnittliche Renditen
Jülich, 19. April 2010 – „Der Aktienmarkt ist ausgesprochen teuer“, meint Steffen Hauptmann, Fondsmanager des GALIPLAN Aktien Global AMI. Ein breites Spektrum fundamentaler Faktoren zeige dies. Im Vergleich mit der Bewertung der Märkte seit Ende des Zweiten Weltkriegs sei der aktuelle Markt bei den Top-10-Prozent der teuersten Märkte. „Dies hat in der Vergangenheit immer bedeutet, dass die Renditen über die nächsten 7 bis 10 Jahre weit unterdurchschnittlich waren“, erklärt Hauptmann weiter. Der Fondsmanager hat die Märkte mit historischen Daten zurück bis 1910 analysiert und entsprechende Strategien für jede Marktphase entwickelt. Diese Strategien bilden die Basis für das quantitative Managementsystem, das auch bei der Verwaltung des GALIPLAN Aktien Global AMI eingesetzt wird.
Extrem überbewertete Aktiemärkte bedeuten in der Regel weit unterdurchschnittliche Kurssteigerungen in den Folgejahren. Dieser nachweisbare Zusammenhang wurde lediglich in der extremen Bubble-Phase Ende der 90er-Jahre außer Kraft gesetzt. „Wer jetzt auf weiter steigende Märkte setzt, setzt darauf, dass wieder eine solche außergewöhnliche Haussephase bevorsteht“, so Hauptmann. Die Wahrscheinlichkeit dafür sei angesichts der Staatsschulden, dem niedrigen Zinsniveau, der historisch hohen Verschuldung der Privathaushalte sowie der hohen Arbeitslosigkeit und vieler fauler Kredite in den Büchern der Banken aber sehr gering.
Vorsicht am Markt geboten
„Für das kurzfristige Marktklima ist daher höchste Vorsicht geboten“, ist Hauptmann überzeugt. Aus diesem Grund ist der GALIPLAN Aktien Global AMI entsprechend hoch abgesichert, was bewirkt, dass der Fonds bei weiter steigenden Aktienkursen nicht Schritt halten kann. Im März hat der Fonds 0,72 Prozent erreicht, im ersten Quartal insgesamt 6,19 Prozent. Auch gegen mögliche Verluste des Dollars zum Euro ist der Fonds zu 75 Prozent abgesichert. „Weil der Pessimismus gegenüber dem Euro historische Extremwerte erreicht hat, muss jederzeit mit einer heftigen Gegenbewegung, sprich kurzfristigen Aufwertung des Euros gerechnet werden“, erklärt Hauptmann. „Zurzeit wäre unser Fonds weder von einem plötzlichen Einbruch des Aktienmarkts, noch von einer Gegenbewegung im Euro ernsthaft betroffen“, ergänzt der Fondsmanager.
Der Aktienmarkt ist nach der Korrektur Ende Februar wieder in seinen Modus stetiger neuer Hochs in kleinen Trippelschritten zurückgekehrt. Derzeit liegt das Hauptaugenmerk auf den Unternehmensberichten für das erste Quartal. „Diese werden ohne Zweifel sehr gut ausfallen, da das Vergleichsquartal 2009 auf den Höhepunkt der Finanzkrise fiel", so Hauptmann. Dies mag auch ein Grund dafür sein, dass sich eine Reihe von Sentimentindikatoren wieder den Höchstständen von Mitte 2007, vor Beginn der Finanzkrise, annähert. Die Risikoprämien sind auf dem Niveau vor der Finanzkrise. Daraus schließt Hauptmann: „Die Mehrheit der Marktakteure geht mit den offensichtlichen Problemen relativ sorglos um.“
Wann immer sich ein Markt in einem stabilem Aufwärtstrend befindet, überbewertet und überkauft ist und die Mehrheit der Marktteilnehmer optimistisch ist, sei die Wahrscheinlichkeit für plötzliche Kurseinbrüche ohne jede Vorwarnung sehr hoch. „Meist werden in diesen plötzlichen Korrekturen die Gewinne vieler Monate in wenigen Tagen wieder ausgelöscht. Ansatzweise haben wir das Ende Januar gesehen. Allerdings hat sich da der Markt noch einmal gefangen. Solange die kommende Berichtssaison wie erwartet gut läuft, kann der Markt noch ein Stück weit nach oben kriechen. Die dann folgende Korrektur dürfte dann aber umso heftiger ausfallen“, sagt Hauptmann.
Die nächsten Jahre weiterhin der Bär im Markt
„Ich bin der Meinung, dass wir uns nach wie vor in einem säkularen Bärenmarkt befinden, der, wie für Bärenmärkte typisch, auch durch vorübergehende Aufwärtsbewegungen geprägt ist. Diese Situation mit einigen Aufwärts- und anschließenden Abwärtsbewegungen wird weitere 6 bis 8 Jahre andauern und erst bei deutlich attraktiveren Bewertungen enden“, meint Hauptmann.
Dass der Bärenmarkt noch nicht vorbei sei, zeige sich insbesondere in der hohen Marktbewertung und dass dadurch der Leverage über Kredite immer noch nicht weit genug zurückgefahren wurde. „Auch das Wissen, dass weder die typische Dauer eines Bären-Zyklus bereits erreicht wurde, noch das typische niedrige Bewertungsniveau am Ende solcher Zyklen – im Schnitt ein normalisiertes KGV von 7 – trägt zu dieser Vermutung bei“, erklärt Hauptmann.
Bei der Betrachtung von sehr langfristigen Charts des Aktienmarkts sei zu erkennen, dass sich lange Zyklen mit sogenannten säkularen Aufwärts- und Seitwärtstrends abwechseln. Seitwärtstrends, die auch häufig als säkulare Bärenmärkte bezeichnet werden, haben in der Vergangenheit in den USA ziemlich regelmäßig 17 bis 18 Jahre gedauert. In einer solchen Phase wechseln sich mehrere kürzere Bullen- und Bärenmärkte ab.
Gewinne nicht dauerhaft
Jedes neue Bärenmarkttief erreiche dabei in der Regel ein neues Bewertungstief bei Aktien. Dies müsse nicht zwangsweise mit einem neuen Preistief gekoppelt sein, da wachsende Unternehmensgewinne auch für sinkende Bewertungen sorgen können. „Eine Charakteristik solcher säkularen Phasen ist, dass der größte Teil der zwischenzeitlich in den Haussephasen erreichten Gewinne nicht dauerhaft ist“, so Hauptmann.
„Die letzte solche Phasen haben wir von 1965 bis 1982 gesehen. Danach gab es einen 18 Jahre dauernden säkularen Bullenmarkt bis zum Jahr 2000. Ich bin der Meinung, dass wir seither wieder in einem säkularen Bärenmarkt stecken, der noch nicht beendet ist. Selbst wenn der März 2009 das ultimative Preistief gewesen sein sollte, so ist es doch sehr unwahrscheinlich, dass es bereits das Bewertungstief des Marktes war", ist der Fondsmanager überzeugt.
Die Strategie des GALIPLAN Aktien Global AMI:
Der GALIPLAN Aktien Global AMI (WKN A0F5HG) ist ein internationaler Aktienfonds mit dem Ziel einer 5-prozentigen Outperformance und der Reduzierung der Verlustphasen um 50 Prozent gegenüber dem MSCI-World-Index. Der Fonds wird quantitativ, d. h. rein systematisch und unabhängig von emotionalen Entscheidungen verwaltet.
Der Investmentprozess basiert auf Regeln, die der Fondsmanager Steffen Hauptmann anhand von Daten zurückreichend bis 1910 recherchiert und in eine mathematische Formelsprache umgewandelt hat. Untersucht werden die Regeln vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Marktphasen. Das Modell wählt jeweils 20 nicht korrelierende Strategien zur Aktienselektion aus, die im Vergleich zu historischen Werten im aktuellen Marktklima die besten Ergebnisse erzielt haben. Das System erkennt wechselnde Marktzyklen und passt die Strategie automatisch an. Der Fonds bündelt somit das Wissen der erfolgreichsten Aktieninvestoren weltweit.
Eine zusätzliche flexible Absicherung schützt das Portfolio in Abwärtsphasen vor übermäßigen Verlusten, ohne die Gewinnchancen bei starken Aufwärtstrends zu begrenzen. Max Lenzenhuber, Geschäftsführer der GALIPLAN Financial Strategies GmbH, beschreibt den Fonds als „quantitativ, adaptiv und von Market-Timing geprägt.“ Der Anlagehorizont sollte mindestens sechs bis acht Jahre betragen.
Die Ratingagentur Morningstar hat den Fonds mit der Höchstnote von fünf Sternen bewertet.











