(openPR) Das Institut SOZAB führte sechs Wochen vor den Gemeinderatswahlen eine repräsentative Wahlumfrage in Amstetten durch. Das Ergebnis damals: Die SPÖ kann leicht zulegen und kommt auf 59,3 Prozent. Die ÖVP verliert 5,1 Prozent und liegt nun bei 25,9 Prozent. „Das heutige Ergebnis zeigt, wie präzise wir in der Meinungsforschung arbeiten“, freut sich SOZAB-Geschäftsführer Daniel Jaksch.
Die Amstettner wählten am 14. März nämlich mit 57,2 Prozent die Sozialdemokraten und verschafften der SPÖ damit tatsächlich einen Zugewinn. „Unser Umfrage-Ergebnis vor sechs Wochen zeigte schon, dass sich die SPÖ entgegen den Trend steigern wird können“, ruft Jaksch in Erinnerung. Großer Pluspunkt war vor allem Bürgermeister Herbert Katzengruber. „Die Daten zeigten, dass Katzengruber bei einer Direktwahl von fast zweit Drittel der Wähler gewählt worden wäre. Die SPÖ war daher auch gut beraten, das Ass „Katzengruber“ in ihrer Kampagne auszuspielen“, analysiert Jaksch.
Ebenfalls bestätigt wurden die dramatischen Verluste der Volkspartei. „Vor sechs Wochen lag die ÖVP bereits 5,1 Prozent unter dem Wert von 2005. Jetzt liegt der Verlust sogar bei sechs Prozent“, erklärt SOZAB-Geschäftsführer Klemens Auinger. „Die Volkspartei hat es – wie unserer Umfrage ergab – weder mit dem Spitzenkandidaten noch mit den Themen wirklich geschafft, der SPÖ Paroli zu bieten“, sagt Auinger. „Zwar wurde Dieter Funke bei den Persönlichkeitsfragen in der Umfrage von vielen eine großes Engagement attestiert – allerdings war er in allen anderen Bereichen weit abgeschlagen“, argumentiert Auinger.
Abweichungen vom Umfrageergebnis gibt es bei den beiden Kleinparteien FPÖ und Grüne. „Das sind durchaus typische Phänomene, die leicht zu erklären sind“, sagt Jaksch.
„Gerade bei der FPÖ gibt es viele die sich bei Umfragen nicht deklarieren. Wir haben aus diesem Grund auch darauf hingewiesen, dass es daher gerade bei den Freiheitlichen zu höheren Zugewinnen kommen kann“, berichtet Jaksch. Schon in der Umfrage hatte die FPÖ ihre Stimmen auf über sechs Prozent erhöht. Letzten Endes konnten nun allerdings 12,4 Prozent erreicht werden. „Das ist schon ein extremer Zugewinn, den weder die Daten noch die Prognosemodelle ergeben haben“, sagt Jaksch. „Es ist allerdings auch so, dass gerade die FPÖ-Wähler sehr sprunghafte Wähler sind und sich auch kurzfristig entscheiden. Viele der heutigen FPÖ-Wähler waren daher vor sechs Wochen noch in der Gruppe der Unentschlossenen“ argumentiert Auinger.
Umgekehrt trifft das Phänomen die Grünen. „Sie glänzen oft in Umfragen und kommen bei der Wahl selbst dann eher zu schwächeren Ergebnissen“, bestätigt Auinger. Auch in Amstetten ist dies bei den Wahlen erneut passiert. Statt der 8,6 Prozent in der Umfrage waren es nun doch nur 5,3 Prozent. „Die Grünen haben in der Umfrage noch von der Auflösung der Grünen Offensive und dem Wechsel des ehemaligen VP-Kandidaten Haag profitiert. Allerdings scheint es so, dass diese Wähler dieses Mal nun ganz auf den Urnengang verzichtet haben“, argumentiert Jaksch. Die Schwankung der Grünen liegt im Übrigen noch voll innerhalb der berechneten Schwankungsbreite.








