(openPR) Gestern Abend (12. März) war es wieder so weit: Das Bashimi Art House öffnete seine Türen für die ersten Besucher der neuen Gruppenausstellung „Induction“. Bis zum 1. April sind die aktuellen Fotokollektionen von 25 Künstlern des namhaften „Composite Photography Ateliers“ von Cengiz Engin in der Neutorstraße zu bestaunen. Drei der ausstellenden Künstler waren am gut besuchten Eröffnungstag persönlich zugegen, um ihre Werke zu präsentieren und damit einen spannenden Einblick in die „Composite“-Fotografie zu gewähren.
Auch in der aktuellen Ausstellung des Bashimi Art House wird die Nachwuchsförderung wieder groß geschrieben. So hat es sich Cengiz Engin, Leiter des in Ankara ansässigen Ateliers, zur Aufgabe gemacht, die experimentellen Techniken der „Composite“-Fotografie in zahlreichen Workshops und Seminaren an seine Schüler weiterzugeben. Dabei legt Engin Wert darauf, dass nicht nur professionelle Fotografen an seinen Kursen teilnehmen, sondern auch engagierte und künstlerisch aufgeschlossene Amateure. Zwei der Fotografen – namentlich Baris Demiray und Bahadir Aksan – waren am Eröffnungstag persönlich zugegen.
Fotomosaike und das „organisierte Chaos“
Der erst 27-Jährige Baris Demiray aus Antalya bedient sich in seinen Kollektionen der narrativen Serienfotografie, einer der beiden Hauptrichtungen der Bild- und Fotokomposition. In fünf von Kodak-Filmstreifen zusammengehaltenen Einzelfotos erzählt sein Ausstellungsstück „Organized Chaos“ seifenoperngleich vom Beziehungswirrwarr polygam orientierter Paare. „In dem ungeordneten Liebesleben der Protagonisten bedarf es einer Menge an Organisationsleistung, um die Seitensprünge nicht ans Tageslicht kommen zu lassen. Auf jedem Foto finden sich Andeutungen und Symbole, welche im jeweils nächsten Foto wieder aufgenommen werden“, erläutert Demiray seine Bildsequenzen.
Die zweite Kunstrichtung, an welche sich die „Composite“-Fotografie anlehnt, ist die des Kubismus mit seinen charakteristischen Collagen. Atelierbesitzer Cengiz Engin erklärt den Grundgedanken, der diesem Vorgehen zugrunde liegt, folgendermaßen: „Es geht um mehr als die bloße Wiedergabe der Realität. Der Künstler muss diese vielmehr ergänzen, indem er sie neu interpretiert. Möglich wird das durch experimentelle Techniken, welche die Grenzen der traditionellen Fotografie zu sprengen vermögen.“ So finden sich in den Fotomosaiken auch nach längerem Betrachten immer wieder neue und interessante Details, welche die gesamte Bildgeschichte abermals in einem neuen Licht erscheinen lassen.
Beitrag zum kulturellen Austausch zwischen Österreich und der Türkei
Durch die Ausstellung des türkischen Ateliers, das übrigens der AFSAD („Association of Art Photographers of Ankara“) angehört, wird auch ein wertvoller Beitrag zum kulturellen Austausch zwischen Österreich und der Türkei geleistet. „Es ist schön, dass es hier in Österreich möglich ist, auch künstlerische Talente aus anderen Ländern zu zeigen. Gerade aus der Türkei, dem Heimatland so vieler Menschen, die nun fester Bestandteil unserer Gesellschaft sind“, bemerkte der Gemeinderat der Bürgerliste Salzburg Gernot Himmelfreundpointner, der ebenfalls am gestrigen Eröffnungstag anwesend war. Auch Pinar Yapici, Vizekonsulin der türkischen Botschaft in Salzburg sowie Kenan Önal, Vorsitzender des „Türkischen Studentenvereins Salzburg“ (SATÖB), zeigten sich begeistert von der Ausstellung. „Eine wunderbare Gelegenheit um Menschen zusammenzuführen“, lautete das Fazit von Pinar Yapici.













