(openPR) Braunschweig. Vom 26. April bis 26. Mai 2013 zeigt die Spürsinn-Galerie die Ausstellung „Strukturwelt“ des surrealistischen Fotokünstlers Michael K. Trout. In einer bisher noch nie gezeigten Dichte präsentieren sich Strukturen – Materialien des täglichen Umgangs offenbaren durch extreme Nahaufnahmen ihre geheimnisvolle Welt der stofflichen Zusammenhänge. Parallel dazu zeigt Trout Bilder der klassischen Aktfotografie, die in Projektionstechnik zum Zeitpunkt der Aufnahme das weibliche Model integriert. Ausgearbeitet auf feinstem Baryt-Papier, in reinem Schwarzweiß, erscheint das Gezeigte bekannt und gleichzeitig unbekannt. Jedoch hiermit nicht genug. Wenn sich die eine Seite der Bilder um die Formenvielfalt des Strukturellen dreht, fügt die andere Seite der Ausstellung metaphorisch den Mensch in seiner natürlichen Schönheit in die Welt der Strukturen ein. Durch spezielle Lichtgebung gelang es dem Künstler, die entstehenden Schatten zu personifizieren, so dass sie nahezu ein Eigenleben im Bild selbst zu führen scheinen. Entstanden ist eine mehrdimensionale Sicht des Bekannten im Unbekannten und Kombination zweier konträr zueinander stehenden Themengebiete der Fotografie.
Die Ausstellung ist eine Auseinandersetzung mit Licht und gleichzeitig eine zu Bildern gewordene Diskussion um Fotorealismus und Surrealismus. In Zeiten der digitalen Fotografie, die beständig zwischen Dokumentation und bildbearbeitender Verfremdung zu schwanken scheint, eröffnen diese rein analog entstandenen Fotoarbeiten einen dritten Weg der Bildgestaltung und geben dem Ausstellungsbild das Organische zurück, das es im größten Teil der aktuellen Fotografie verloren zu haben scheint. Die Ausstellung kann in den Geschäftszeiten von Montags bis Freitags von 9 bis 18 Uhr besichtigt werden: Spürsinn-Galerie, Gifhorner Straße 148, 38112 Braunschweig. Alle gezeigten Bilder können auch vor Ort käuflich erworben werden.
Der Fotokünstler Michael K. Trout äußert sich wie folgt zu seiner aktuellen Ausstellung:
„Fotografie neigt zur Präsentation des Realen. Mit der Ausstellung der Strukturwelt will ich das Reale dokumentieren, in ungewohnter, bisher unbekannter Art präsentieren, um es wiederum mit dem Natürlichen und Schönen in das Bekannte zurück zu führen. Materialistische Makro-Fotografie mit moderner Aktfotografie zu verbinden und diese in zwei thematischen Schwerpunkten als Gesamtausstellung zu zeigen, ist ein Wagnis und gleichzeitig Beweis dafür, dass die reale Welt in sich surreale Strukturen aufweist, die bei genauem Hinsehen kein Widerspruch, sondern eine Einheit bildet.“











