(openPR) Aachen. Experten der Katholischen Hochschule NRW Aachen für Soziale Arbeit (KatHO) setzen sich für eine stärkere Institutionalisierung im Umgang mit sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen ein. Die KatHO NRW Aachen ( katho-nrw.de/aachen/ ) tabuisiert dieses Thema nicht, sondern geht es in ihren Lehrveranstaltungen auf den unterschiedlichsten Ebenen fachlich an. In fast allen Berufsfeldern der Sozialen Arbeit müssen Fachkräfte damit rechnen sowohl Opfern als auch Tätern zu begegnen.
Die aktuelle Diskussion um das Thema Missbrauch zwinge nun die Institutionen sich diesem Problem zu stellen, über Leitbilder, Machtstrukturen und Interventionspläne nachzudenken, so die Dekanin der KatHO NRW Aachen, Prof. Marianne Genenger-Stricker.
Sexueller Missbrauch ist nicht auf familiäre Grenzen beschränkt, sondern kann in allen sozialen Nahräumen (wie z.B. der offenen Kinder- und Jugendarbeit) oder in Institutionen wie Kinder,- Jugend- oder Altenheimen, Internaten, Psychiatrie oder Vollzugsanstalten stattfinden. Leider können dabei auch professionelle Kräfte, unabhängig von der Berufsgruppe, zu Tätern werden.
In Seminaren, Vorlesungen und Praxisprojekten lernen die künftigen Sozialarbeiter den Umgang mit Opfern und Tätern sexueller Gewalt. Dazu gehören die theoretischen Grundlagen, die konzeptionelle Arbeit mit Opfern und Tätern, die umfangreichen Elemente der Präventionsarbeit sowie die Selbstreflexion in gesonderten Lehrveranstaltungen der “berufsbezogenen Selbsterfahrung“ und der „Supervision“.
Darüber hinaus besteht für Studierende, die selbst von Missbrauch und Misshandlung betroffen sind, in der Hochschule die Möglichkeit einer „Psychologischen Beratung“.
Ein wichtiges Angebot der Hochschule ist die Weiterbildung der Fachkräfte. So gibt es beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt Düren eine sechsmonatige Weiterbildung für ErzieherInnen zur Kinderschutzfachkraft. www.katho-nrw.de/aachen/







