(openPR) Die Menschen werden immer älter. Gleichzeitig zwingt die berufliche Flexibilität viele junge Menschen oft, ihren Wohnort zu ändern. Die Eltern im Rentenalter bleiben zurück. Sind diese zu alt, um sich allein um ihr Leben zu kümmern, bleibt oft nur der Umzug ins Heim. Eine Chance dieses zu verhindern oder hinauszuzögern, bieten die in Schwentinental ausgebildeten Seniorenassistentinnen, die die Lücke zwischen Pflegedienst und Haushaltshilfe schließen und den alten Menschen wieder mehr Lebensqualität schenken.
Es ist neun Uhr morgens. Die ausgebildete Seniorenassistentin Kaja M. ist auf dem Weg zu ihrer ersten Kundin. Sie klingelt bei Elfi Müller. Die 76-jährige erwartet sie schon. Zusammen gehen die beiden Frauen auf den Markt, kaufen frisches Obst und Gemüse. Danach wollen sie noch ins Rathaus, denn Elfi Müller braucht einen neuen Ausweis. Um 12 Uhr verabschiedet sich Kaja M. Nach einer Mittagspause besucht sie den 80-jährigen Knud Reimers. Er kann nicht mehr gut sehen, daher liest sie ihm aktuelle Zeitungsartikel vor und unterhält sich mit ihm über das Zeitgeschehen. Knud Reimers gibt ihr einen Brief von der Krankenkasse und bittet sie, das Schreiben zu beantworten. Kaja will den Schriftwechsel von zu Hause aus erledigen.„Wenn die Sonne scheint, machen wir auch noch einen Spaziergang“, so Kaja. Am Abend begleitet sie eine ältere Dame ins Theater. Auf dem Weg dorthin besprechen die beiden, was Kaja alles für den 75-jährigen Geburtstag von Frau Z. organisieren muss. Denn Frau Z. möchte an diesem Tag viele ihrer alten Bekannten wiedertreffen und ihren „Ehrentag“ – wie sie sagt – „im großen Stil“ feiern.
Kaja M. wollte sich nach der Familienphase neu orientieren und nicht in ihren Beruf als Bankkauffrau zurückkehren. „Mir war es wichtig, etwas mit Menschen zu tun zu haben und nicht mit Zahlen“, sagt sie. „Außerdem ist es mir wichtig, meine Zeit frei einteilen zu können.
2008 hat sie von der Qualifizierung zur Senioren-Assistentin bei Ute Büchmann gehört. In der 120 stündigen Ausbildung erfuhr sie, wie sie mit älteren Menschen umgehen sollte, was die ersten Anzeichen typischer Krankheiten im Alter sind und bekam eine Einführung in die Rechtsfragen, die ältere Menschen betreffen. Zum Rüstzeug der Seniorenassistentinnen gehört auch, dass die Teilnehmerinnen lernten, wie es sich anfühlt im Rollstuhl geschoben zu werden, dass sie eine Einführung in die richtige Lesetechnik erhalten und auf eine mögliche Existenzgründung vorbereitet werden.
„Ich hätte am Anfang gar nicht gedacht, dass es so viel zu lernen gibt. Doch jetzt weiß ich zum Beispiel, dass sich die Ernährung im Alter ändert und habe gelernt, mit Konflikten professionell umzugehen“, so die ausgebildete Senioren-Assistentin.
„Ich habe für alle Seminarblöcke Fachkräfte gewinnen können und kann inzwischen auf ein Team von 15 Dozenten zurückgreifen. Das ist wichtig, denn nur die können wirklich aus der Praxis berichten und die Qualifikation soll natürlich abwechslungsreich sein“, erklärt Ute Büchmann, die schon 150 Seniorenassisteninnen aus mittlerweile 12 Bundesländern ausgebildet hat. Dass die Teilnehmerinnen von soweit herkommen, hat einen Grund. Ute Büchmann ist der einzige Seminaranbieter in Deutschland, der gezielt auf die professionelle Senioren-Assistenz in Privathaushalten vorbereitet.
Kaja M. hat es geschafft. Mit viel Elan hat sie neun ältere Damen und Herren als Kunden gewonnen, denen sie im Alltag hilft. Die meisten von ihnen haben keine Angehörigen in der Stadt, die sie bei den Dingen des alltäglichen Lebens unterstützen könnten. Sie deckt dabei die Lücke zwischen dem Pflegedienst und der Haushaltshilfe ab und hat viel Spaß an ihrer Arbeit. „Meine Kunden freuen sich, wenn ich da bin. Durch meine Hilfe haben sie mehr Lebensqualität. Sie können länger selbstständig aktiv sein und vereinsamen nicht. Ich hingegen habe schon viel aus ihren Erzählungen mitgenommen und durch die freie Zeiteinteilung habe ich auch immer Zeit für meine Kinder“.
Ab 26. April 2010 bietet Ute Büchmann wieder einen neuen 120-stündigen Qualifizierungskurs in Schwentinental bei Kiel an. Er beinhaltet einen sechstägigen Blockkurs und zwei erweiterte Wochenendkurse von Freitag bis Sonntag und schließt Anfang Juli mit einem Zertifikat und einer Projektarbeit ab. Im Herbst soll es hier einen weiteren Kurs und auch eine weitere Seminarreihe in Hamburg Mitte geben. Der jetzige Kurs in Hamburg ist bereits ausgebucht.
Weitere Informationen und Anmeldungen bei Ute Büchmann|Seminare, Schwentinental unter Telefon 04307/900-340 oder www.Senioren-Assistentin.de.
Ute Büchmann













