(openPR) (Oppenheim/Rhein - Udo Baum, Meteorologe) - Heute eine Dreiteilung, morgen Sturm dank Orkantief "Ulf" und am Sonntag die Rückkehr des Winters, der in der Nacht auf Montag auch die Täler erobert - an diesem Wochenende ist Abwechslung garantiert. Nur die Sonne kann darüber nicht so sehr lachen.
Am heutigen Freitag ist es im Norden wechselnd wolkig mit größeren Auflockerungen, und nur im Küstenbereich sind - vor allem an der Ostsee - einzelne Schauer möglich, zum Teil mit Schnee. Mit Höchstwerten um 5 Grad ist es kühler als gestern.
In der Mitte ist es anfangs regnerisch, später lassen die Regenfälle bei Werten um 7 Grad in den Tälern nach.
Im Süden hält der Regen mit meist nur kurzen Unterbrechungen dagegen den ganzen Tag an, und die Werte steigen am Oberrhein und westlich davon gebietsweise bis 9 Grad an. Der meist schwache Westwind macht sich heute kaum bemerkbar.
Der Samstag beginnt bereits fast überall nass; die besten Chancen auf trockene Füße gibt es morgens noch im Osten. Zu den Regenfällen gesellt sich dann im Tagesverlauf immer stärkerer Wind dazu, der zum Nachmittag und Abend im Norden Sturmstärke erreicht. In Küstennähe und in den nördlichen Mittelgebirgen ist sogar mit Orkanböen zu rechnen. Am schlimmsten dürfte es dabei den Nordosten und die Ostseeküste treffen. In der Südhälfte steigen zu allem Überfluss aufgrund des sich vorübergehend bis in die Hochlagen ausdehnenden Tauwetters und der anhaltenden Regenfälle die Flusspegel derart an, dass mit Hochwasser gerechnet werden muss.
Der Sturm treibt am Samstag einen Schwung sehr milder Atlantikluft vor sich her, die vor allem der Mitte und dem Süden teils zweistellige Werten bis 12 Grad in den Tälern beschert, bevor ab dem späten Samstagabend auf "Ulfs" Westseite Meeresluft polaren Ursprungs bis Sonntag zu den Alpen vordringt.
Am Sonntag stellt sich Aprilwetter ein. Es gibt vielfach teils kräftige Schauer, die im Stau der Mittelgebirge und der Alpen länger andauern und unter die sich bis zum Abend auch in den westlichen Niederungen immer häufiger Schnee oder Graupel mischt. Nur im Lee der Mittelgebirge, beispielsweise im Rhein-Main-Gebiet, sind freundlichere und trockene Abschnitte möglich. Die Temperaturen steigen tagsüber kaum noch und liegen bei Werten um 5 Grad in den westlichen Tälern. Der stark böige und kalte Nordwestwind mit Sturmböen im Norden lässt die gefühlten Temperaturen auf unter minus 10 Grad absinken. In den Mittelgebirgen liegen die Werte um den Gefrierpunkt, ab dem Abend im Dauerfrostbereich.
Zu Wochenbeginn gehen die Temperaturen noch etwas zurück. Zum Dienstag sinkt die Nullgradgrenze bis in die westlichen Täler ab. Die zeitweiligen Schneeschauer am Montag, die besonders südlich der Donau länger andauern, weichen am Dienstag in der Mitte und im Norden immer mehr Auflockerungen mit sonnigen Abschnitten und der Wind flaut am Dienstag spürbar ab. Die Nacht auf Mittwoch wird dann mit Werten unter minus 5 Grad überall recht frostig.




