(openPR) Kürzungsabsichten der Sächsischen Staatsregierung führen zu „geplatzten Träumen“
Die geplanten Kürzungsabsichten des Freistaates Sachsen bedrohen die sächsische Jugendhilfelandschaft in ihren Grundfesten. Einrichtungen und Angebote in Städten und Landkreisen, von Landesverbänden sowie die Freiwilligendienste sind in ihrer Existenz gefährdet.
Um den Verantwortlichen das Ausmaß dieser finanziellen Einschnitte deutlich zu machen, kamen am 1. März 2010 auch die Betroffenen selbst zu Wort oder besser gesagt zur Tat. Sachsenweit hatten der Sächsische Kinder- und Jugendring sowie verschiedene Aktionsbündnisse zu einem Flashmob aufgerufen, in dem junge Menschen durch ihr Erscheinen in dunkler Bekleidung, Seifenblasen in den Himmel schickend, auf die Misere in der Jugendarbeit aufmerksam machten. „ Die Seifenblasen sollten dabei ein Symbol für geplatzte Träume sein, die dunkle Kleidung ein Zeichen der Entbehrung und der Traurigkeit“, so Karen Pethke, Koordinatorin im Netzwerk für Kultur und Jugendarbeit e.V.
Knapp 300 Jugendliche sind dem Aufruf in Chemnitz gefolgt und haben auf dem Neumarkt still protestiert. „Fehlende Freizeitangebote, weniger Bildungsveranstaltungen für ehrenamtlich Engagierte und über 50% gesunkene Chancen, einen der beliebten Plätze im freiwilligen sozialen Jahr zu ergattern, sind genügend Gründe für die junge Generation, sich von den Einsparungsabsichten des Landes unmittelbar getroffen zu fühlen“, so Jan Koch von der Kindervereinigung Chemnitz e.V.
Noch hoffen die Verantwortlichen in den Verbänden, Einrichtungen und Projekten, dass die Bedenken gehört werden. Auch der Jugendhilfeausschuss der Stadt Chemnitz missbilligte in einer offiziellen Pressemitteilung das Vorgehen des Landes. Die Stadt Chemnitz hat gegen den Bescheid zur abgesenkten Jugendpauschale Widerspruch eingelegt.
Der Protest geht weiter: Die Landesverbände der freien Jugendhilfe rufen für den 10. März, von 11.00 bis 15.00 Uhr zur nächsten Aktion auf. Es wird eine große Kundgebung vor dem Sächsischen Landtag in Dresden geben. Auch Chemnitz wird sich daran beteiligen.












