(openPR) Stuttgart, 22.02.2010. Wenn jemand vierzig Stunden in der Woche arbeitet und am Monatsende geringfügig mehr als den Hartz IV-Satz verdient, so stimmt unser Sozialsystem nicht mehr. Der Faktor Arbeit wird immer stärker belastet. Aus einem regulären Job werden 3 oder 4 einzelne 400 Eurojobs gemacht, insbesondere im Dienstleistungsgewerbe. Angestellte und Arbeiter werden gegeneinander ausgespielt, um Lohndumping zu betreiben.
Zudem ist es äußerst verwerflich, wenn Sozialschwache gegeneinander aufgehetzt werden, wie es die FDP tut. Wenn generell Hartz IV-Bezieher gegenüber Geringverdienern als Sozialschmarotzer diffamiert werden, finden wir, die Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt (ödp), dies unsozial und unchristlich.
Deshalb fordern wir, dass der Faktor Arbeit entlastet und nicht durch Steuern subventioniert wird, wie es die Unionsparteien vertreten. Der Faktor Arbeit muss von sämtlichen Sozialabgaben befreit werden. Dies bedeutet, wir benötigen ein steuerfinanziertes Sozialsystem, in dem alle Einkommensarten erfasst werden. Der Verbrauch von Rohstoffen, Energie und das Einkommen aus Kapitalerträgen müssen besteuert werden, um die Einnahmeausfälle im Bereich Arbeit auszugleichen.
Grundsätzlich gilt, dass die Starken mehr schultern müssen als die Schwachen. Um die Reallohnspirale nach unten zu stoppen, sind Mindestlöhne einzuführen, um ein menschenwürdiges Dasein zu gewährleisten. Außerdem ist eine CO2-Steuer unumgänglich, um die Produkte zu besteuern, die zum einen Energie intensiv hergestellt werden oder die aus Ländern kommen, in denen mit klimaschädlichem CO2 produziert wird.
Da die Gewinne nicht mehr überwiegend über den Faktor Arbeit erwirtschaftet werden, sondern durch Spekulation auf den Finanzmärkten, ist dies der einzige Weg, dem immer stärker um sich greifenden Raubtierkapitalismus die Zähne zu zeigen.













