(openPR) Bühler Motor entwickelt hoch integrierten Antrieb für das DINOX SCR-System von Inergy Automotive Systems.
Nürnberg, 15. Februar 2010 – Als Entwicklungspartner seiner Kunden trägt Bühler mittels maßgenau konstruierter Gleichstromantriebe dazu bei, auch ehrgeizigste Ziele bei der Schadstoffreduzierung zu erreichen. Aktuelles Beispiel ist die Entwicklung eines hochintegrierten Pumpenantriebs für das innovative SCR-System DINOX von Inergy Automotive Systems. INERGY ist weltweit führender Tier One Lieferant der Automobilhersteller für komplette Treibstoff-Systems aus Kunststoff, innovativen Lösungen für die Lagerung von Energie und Flüssigkeiten in Fahrzeugen.
Die mit Euro 6 geforderte weitere drastische Absenkung des Stickoxid-Ausstoßes von Dieselmotoren ist mit rein motorseitigen Maßnahmen kaum mehr zu stemmen. Waren bei Euro 4 noch 250 Milligramm pro Kilometer zulässig, sind es bei Euro 5 noch 180 Milligramm. Mit dem nächsten Schritt, Euro 6 werden ab 2014 dann nur noch 80 Milligramm toleriert werden.
Die katalytische Nachbehandlung (SCR selective catalytic reduction) empfiehlt sich hier als wirkungsvolles Instrument. Stickoxid wird unter der gezielten Zuführung einer Harnstofflösung in die unbedenklichen Bestandteile Stickstoff und Wasser aufgespalten. Die Harnstofflösung wird dazu nach dem Partikelfilter kurz vor dem SCR-Katalysator exakt dosiert in den Abgasstrom eingespritzt.
Der Flüssigkeitsvorrat ist so dimensioniert, dass er erst bei der nächsten fälligen Wartung aufgefüllt werden muss. Für den Endkunden ist das System damit vollkommen wartungsfrei. Mit ihrer ausgeklügelten Form nutzt die INERGY-Lösung bisher un- bzw. ungenügend genutzte Bauräume optimal aus und beeinträchtigt so den nutzbaren Laderaum nur in zu vernachlässigender Weise.
Für die einzelnen Komponenten, wie z.B. den Pumpenantrieb bedeutet dies höchste Leistung auf minimalem Raum sicherzustellen. Die Bühler-Entwickler lösten diese Herausforderung mit einer bürstenlosen Auslegung mit geteilten Statoren. Die geteilten Statoren erlauben es mehr Kupfer einzubringen und damit die Energiedichte zu steigern.
Eine weitere Herausforderung bestand in der dauerhaft wirkungsvollen Abschirmung des Antriebs von der ihn umgebenden ganz speziellen Flüssigkeit. Hand in Hand mit den Entwicklern von INERGY konnten die Bühler-Ingenieure die Lösung dieser Aufgabe durch einen optimierten Materialmix sicherstellen. Die umfangreichen Testeinrichtungen und der Musterbau im eigenen Haus sind ein weiterer Trumpf der Bühler-Entwickler, um die Entwicklung punktgenau im ehrgeizigen Zeitrahmen zur Serienreife zu bringen.
„Es ist ausgesprochen beruhigend einen Entwicklungspartner wie Bühler Motor an seiner Seite zu wissen, der unsere Anforderungen nicht nur auf Anhieb versteht, sondern auch in der Lage ist, ebenso zuverlässig wie flexibel Lösungen für alle im Entwicklungsprozess auftauchenden Fragen zu realisieren“, so Jean-François Bérard, INERGYS Vice-President, Research & Development/
Corporate Strategy.
Das hierbei auch der eng gesteckte Kostenrahmen eingehalten werden konnte, darauf sind die Entwickler bei Bühler besonders stolz. Sehen sie es doch als ihre besondere Stärke nicht nur mit Begeisterung anspruchsvolle innovative Antworten zu finden, sondern optimale Lösungen im magischen Dreieck aus technischer Brillanz, Praxistauglichkeit und Kosten zu entwickeln.
"Dieser Auftrag ist ein weiterer Meilenstein auf unserem konsequenten Weg, innovative Lösungen für innovative Anwendungen rund ums Automobil zu bieten. Damit liefert Bühler Motor erneut einen Beitrag zur Reduzierung der Umweltbelastung und mit Inergy haben wir einen der Technologieführer auf diesem Gebiet von unserer Leistungsfähigkeit überzeugen können.", so Rudolf Kaiser, Corporate Director Sales Automotive, Bühler Motor.
Aktuell laufen die letzten Tests und Abstimmungen und der Serienanlauf ist für 2011 geplant. Die ersten Fahrzeuge u.a. von Audi und General Motors werden dank Inergy und Bühler Motor also bereits 2011 die strengen Grenzwerte der ab 2014 geltenden Norm unterbieten.









