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Diesel auf dem Abstellgleis – welche Entwicklungen sind zu erwarten?

27.02.201812:56 UhrTourismus, Auto & Verkehr

(openPR) Ein Diesel-Fahrverbot in Städten wird immer wahrscheinlicher, viele Fahrzeughalter wären von ihm betroffen. Die technische Nachrüstung schmutziger Dieselautos rückt dabei verstärkt ins Zentrum des Interesses. Wie eine Untersuchung des ADAC Baden-Württemberg jetzt zeigte, lässt sich mit Hardware-Nachrüstungen der Stickoxid-Ausstoß älterer Dieselfahrzeuge um rund 30 Prozent senken.


Umgerüstet wurden:
Mercedes B 180 CDI
Opel Astra Sports Tourer 1.7 CDTI
VW T5 Multivan 2.0 TDI
Fiat Ducato 2.3 Multijet
Diese Fahrzeuge fallen unter die Abgasnorm Euro 5, welche den heute verpflichtenden Messungen im realen Verkehr (RDE) noch nicht gerecht werden musste. Sie weisen teilweise erhöhte Stickoxid-Werte auf. Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Leiter der Wiesbadener Kanzlei Cäsar-Preller, führt aus: „Für den Test wurden vier gebrauchte Euro 5-Dieselfahrzeuge angekauft. Sie sind zwischen 1 und 5 Jahren alt und haben 20.000 bis 95.000 Kilometer zurückgelegt.“ Nachrüstsysteme verschiedener Hersteller wurden in den Test einbezogen: Dr. Pley (Mercedes B), Oberland Mango (VW T5), TwinTec (Opel Astra) und HJS (Fiat Ducato). Rechtsanwalt Cäsar-Preller erklärt: „Bei niedrigen Temperaturen ist bei den SCR-Nachrüstungen noch einiges zu verbessern, die Technik hat aber offensichtlich ein vielversprechendes Potential.“ Rechtsanwalt Cäsar-Preller weiter: „Der ADAC kommt zu dem Schluss, dass, wenn es gelänge, 75 Prozent dieser Fahrzeuge mit Systemen nachzurüsten, welche 70 Prozent der Stickoxide zurückhalten, die kumulierten Emissionen am Stuttgarter Neckartor um Prozent 18,5 Prozent sinken könnten, eventuell sogar um 30 Prozent.“
Was würde eine solche Nachrüstung kosten? Rechtsanwalt Cäsar-Preller: „Die nachgerüsteten Systeme benötigen AdBlue (eine Lösung, die die Stickoxid bei Dieselmotoren reduziert), deren Verbrauch beläuft sich auf 1,5 bis 2,8 Liter pro 1.000 Kilometer. Die einzelnen Anbieter setzten die Kosten für eine Nachrüstung inklusive Einbau zwischen 1.800 und 3.300 Euro an. Vermutlich werden die Kosten aber wohl im oberen Teil der genannten Spanne liegen.“
Die Autoindustrie spricht sich bislang für Softwarelösungen anstelle von zusätzlicher Hardware aus. Daimler etwa kritisiert, dass die physische Nachrüstung einen massiven Eingriff ins Steuerungssystem und in die Fahrzeugarchitektur darstelle. Erst in zwei bis drei Jahren werde man feststellen können, welche Folgen die Maßnahme habe, und ob sie zu Lasten von Sicherheit und Qualität gehe. Umweltverbände hingegen erwidern, die Hersteller hätten fertige Pläne in der Hinterhand, würden diese aber zurückhalten, um nicht an den Kosten beteiligt zu werden.
Rechtsanwalt Cäsar-Preller meint: „Die Kostenfrage spielt die entscheidende Rolle. Wer muss für die Nachrüstung aufkommen? Hersteller? Fahrzeughalter? Der Staat? Alle sperren sich gegen eine Kostenübernahme, die Fahrzeughalter gewiss mit Fug und Recht.“
Vermutlich werden Hersteller und Zulieferer bei entsprechenden Stückzahlen der Systeme die Kosten für die Nachrüstung noch senken können; die Zulieferer werden von ihr ohnehin profitieren.
Einige Fragen sind noch zu klären. Rechtsanwalt Cäsar-Preller: „Ein zentrales Problem liegt im EU-Recht – dies definiert genau, wie ein SCR-System (also die Technologie, die Stickoxide mit Hilfe von AdBlue in Wasserdampf und Stickstoff umwandelt) beschaffen sein muss. Der Fahrer muss immer genau über den AdBlue-Vorrat informiert sein. Ist dieser aufgebraucht, darf das Auto nicht mehr gestartet werden. Um dies zu gewährleisten, bedarf es eines Eingriffs ins Fahrzeugsteuergerät.“ Laut Rechtsanwalt Cäsar-Preller müssen auch noch Langzeittests zur Erprobung der Wirksamkeit der Nachrüstung durchgeführt werden. „Hierfür sind allerdings Garantien für Fahrzeughalter vonnöten, die ihr Auto freiwillig oder behördlich angeordnet umrüsten“, hebt Cäsar-Preller hervor.
Die Umrüstung wird wohl nicht nur Euro 5, sondern auch frühe Euro 6 Fahrzeuge betreffen.
Rechtsanwalt Cäsar-Preller sieht den jahrelang als CO2-armen Antrieb geförderten Dieselmotor vor dem Aus: „Deutschland steht eine einschneidende Verkehrswende bevor.“

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