(openPR) Kritik an der geplanten Ausbildung von Imamen an deutschen Universitäten übt der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA). "Wir wenden uns grundsätzlich dagegen, dass mit Steuergeldern religiöse Funktionäre ausgebildet werden", sagt René Hartmann, Erster Vorsitzender des IBKA.
"Forschung zum Thema Religion ist selbstverständlich wichtig", betont Hartmann. "Auch nichtchristliche Religionen wie der Islam sollten nicht vernachlässigt werden. Gefragt ist hier allerdings weltanschaulich neutrale Religionswissenschaft, nicht bekenntnisgebundene Theologie."
Theologie ist nach Auffassung des IBKA keine Wissenschaft, da sie an vorgegebene Glaubenssätze gebunden ist. Dies verstoße gegen den Grundsatz der Freiheit von Forschung und Lehre. An einer staatlichen Universität habe Theologie daher nichts zu suchen.
Die staatlich finanzierte Ausbildung von christlichen Theologen auf den Islam auszuweiten wird vom IBKA abgelehnt. Stattdessen fordert er ein Ende der Finanzierung dogmatischer Religion aus allgemeinen Steuergeldern.
Hintergrund:
In einer Pressemitteilung vom 1. Februar 2010 empfiehlt der Wissenschaftsrat den Aufbau von islamischen Studien an staatlichen Universitäten.
http://www.wissenschaftsrat.de/presse/pm_0210.html
Empfehlungen des Wissenschaftsrats zur Weiterentwicklung von Theologien und religionsbezogenen Wissenschaften an deutschen Hochschulen
http://www.wissenschaftsrat.de/texte/9678-10.pdf
Wissenschaftsrat: Deutsche Unis sollen Imame ausbilden (Frankfurter Rundschau)
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/2250460_Deutsche-Unis-sollen-Imame-ausbilden.html
Politischer Leitfaden des IBKA: Jugend und Bildung
http://www.ibka.org/leitfaden/lf-j.html
Theologie ist unwissenschaftlich
http://www.ibka.org/artikel/theol.html












