(openPR) Stuttgart, 19. Januar 2010 – Die Geschäftsbilanz der NEUSTART gemeinnützige GmbH für das Jahr 2009 belegt eine Steigerung der Betreuungsintensität in der Bewährungshilfe um über 30%. Eine ähnlich erfreuliche Entwicklung ist auch für die Gerichthilfe festzustellen, die mit 2.373 Aufträgen im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs um zirka 100 Aufträge erfahren hat. Auch im Kontext des Täter-Opfer-Ausgleichs, des dritten Dienstleistungssektors des Unternehmens, zeichnet sich eine positive Tendenz ab: Wurde im Jahr 2008 noch in 848 Fällen eine außergerichtliche Konfliktregelung angestrebt, so waren es Ende 2009 bereits 1.111 Fälle, bei welchen der Täter-Opfer-Ausgleich erfolgreich zum Einsatz kam.
Personalzuwachs ermöglicht eine Erhöhung der Betreuungsintensität in der Bewährungshilfe um 32%
Mit Ende des Jahres 2009 engagierten sich 421 haupt- und 356 ehrenamtliche NEUSTART Mitarbeiter in der Betreuung von 21.902 Klienten in der Bewährungshilfe. In der Ägide von Dipl.-Ök. Volkmar Körner, seit Dezember 2008 Geschäftsführer für wirtschaftliche Angelegenheiten, wurden 50 neue hauptamtliche Mitarbeiter angestellt, die wesentlich dazu beigetragen haben, die Betreuungsintensität in der Bewährungshilfe um 32% zu erhöhen. Auch das Ehrenamt gewinnt in der Bewährungshilfe merklich an Relevanz: 513 Klienten werden aktuell von ehrenamtlichen Bewährungshelfern unterstützt und betreut. Die Bewährungshilfeklienten der NEUSTART gemeinnützige GmbH wurden in 5.798 Fällen aufgrund von Eigentums- und Vermögensdelikten, in 4.756 Fällen aufgrund von Verstößen gegen des Betäubungsmittelgesetz und in 3.857 Fällen infolge von Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit verurteilt; in 1.003 Fällen waren Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, in 1.226 Fällen Raub bzw. Erpressung und in 1.250 Fällen gemeingefährliche Straftaten „schwerstes Delikt“ in der Urteilsbegründung. Die 4.012 weiteren verurteilungsrelevanten Delikte differenzieren sich in folgende Kategorien: Sachbeschädigung, Urkundendelikte, Straftaten gegen die persönliche Freiheit, Straftaten gegen das Leben u.a.
Gerichtshilfe und Täter-Opfer-Ausgleich verzeichnen signifikanten Zuwachs
Ende Dezember 2009 bilanziert die NEUSTART Gerichtshilfe 100 neu hinzugewonnene Aufträge, der Täter-Opfer-Ausgleich einen Zuwachs von 263 Fällen, bei denen die Staatsanwaltschaften einen außergerichtlichen Tatausgleich für sinnvoll erachtet haben: Beide bislang eher als sekundär klassifizierten Dienstleistungsbereiche stoßen mittlerweile vielfach auf positive Resonanz bei Richtern und Staatsanwälten, die sich zunehmend dazu entschließen, diese Dienstleistungsangebote der NEUSTART gemeinnützige GmbH wahrzunehmen. NEUSTART forcierte insbesondere den Ausbau des Täter-Opfer-Ausgleichs im Jahr 2009, und so wurde der Ausbildung von neuen Konfliktreglern im Fortbildungsprogramm des Unternehmens ein hoher Stellenwert eingeräumt.
Infrastrukturelle Vernetzung der NEUSTART Standorte in ganz Baden-Württemberg abgeschlossen
Das Standortkonzept, ein integraler Bestandteil des mit dem Land Baden-Württemberg geschlossenen Generalvertrags, wurde – parallel zur flächendeckend eingeführten elektronischen Klientendokumentation – im Jahr 2009 abschließend umgesetzt: Alle vertraglich vereinbarten Standorte sind heute bezogen und elektronisch vernetzt. Die Arbeitsprämissen und
-konditionen der NEUSTART Sozialarbeiter gestalten sich in allen Einrichtungen nahezu analog; einheitliche Qualitätsstandards tragen erheblich dazu bei, für jeden Klienten eine – seinen spezifischen Bedürfnissen – angemessene Betreuung zu garantieren.
Unternehmensinterner und -externer Renommeegewinn der NEUSTART gemeinnützig GmbH
Im dritten Jahre nach Übertragung in freie Trägerschaft wurden mehrere Projekte initiiert, die den Erfolg des von NEUSTART begleiteten Reformprozesses in der justiznahen Sozialarbeit darlegen.
Das NEUSTART Geschäfts- und Qualitätsmodell, dessen kontinuierliche Fortentwicklung von Konzern-Mutter in Österreich (Verein NEUSTART) und
-Tochter in Baden-Württemberg (NEUSTART gemeinnützige GmbH) als elementar begriffen wird, findet, auch auf europäischer Ebene, großes Interesse: Dieser Umstand verdankt sich insbesondere der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Verein NEUSTART und dem Justizministerium des Landes, das dem Unternehmen gute Arbeitsergebnisse attestiert. Datenschutzrechtliche Bedenken wurden durch das positive Resultat der Überprüfung des Landesdatenschutzbeauftragten endgültig ausgeräumt. Selbst unternehmensinterne und -externe Kritiker der Übertragung in freie Trägerschaft anerkennen die Tatsache, dass NEUSTART aufgrund umfassender Investitionen in Ausstattung und Qualifikation seiner Mitarbeiter maßgeblich dazu beiträgt, das Mandat der Bewährungs- und Gerichtshilfe einen seiner Bedeutung angemessenen Status zu verleihen. „Immer mehr Bürger erkennen und würdigen die Bedeutung unserer Arbeit, wie der Zuwachs an NEUSTART Ehrenamtlichen nachdrücklich unter Beweis stellt. Für die kommenden Jahre lässt sich bereits jetzt prognostizieren, dass unsere zentrale Aufgabe – die Ermöglichung eines Lebens ohne Kriminalität für straffällig gewordene Menschen – auch dank unserer intensivierten Öffentlichkeitsarbeit in der Gesellschaft immer mehr Akzeptanz und Unterstützung finden wird“, sagt Volkmar Körner, Geschäftsführer für wirtschaftliche Angelegenheiten und Vorsitzender der Geschäftsführung der NEUSTART gemeinnützige GmbH.













