(openPR) Die NEUSTART gemeinnützige GmbH plant für das 1. Halbjahr 2009 die Einstellung 40 neuer Mitarbeiter
Stuttgart, 19. Januar 2009 – Die Geschäftsbilanz der NEUSTART gemeinnützige GmbH für die Jahre 2007/2008 ist überaus positiv und ermöglicht erstmals weitreichende Investitionen in den Ausbau des Personals. Ein großer Anteil der bislang erwirtschafteten Überschüsse aus der Anfangsägide der NEUSTART gemeinnützige GmbH wird auf den sukzessiven Ausbau des Personals in der Sozialarbeit verwendet: "Schon im 1. Halbjahr 2009 werden wir landesweit zirka 34 Sozialarbeiterstellen ausschreiben und besetzen, ergänzt um sechs Stellen für den Bereich Verwaltung und Administration", annonciert Volkmar Körner, der neue Geschäftsführer für wirtschaftliche Angelegenheiten. "Diese Maßnahmen werden vornehmlich im Kontext der Sozialarbeit verbesserte Arbeitskonditionen ermöglichen", so Körner.
Signifikante Reduzierung der Klientenzahl pro Bewährungshelfer
War bislang ein Bewährungshelfer für die Betreuung von zirka 90 Klienten zuständig, ergibt sich bereits in naher Zukunft eine grundsätzlich neue Konstellation: Nach Abschluss aller geplanten Neueinstellungen sieht sich ein Bewährungshelfer nur mehr auf die Betreuung von zirka 78 Klienten verwiesen und somit in vielen Belangen entlastet.
Zeitlich intensivierte Betreuung von Klienten mit starker Problembelastung
Insbesondere Klienten mit starker Problembelastung, die eine hohe Kontaktfrequenz mit ihrem Bewährungshelfer voraussetzen, werden von dem Personalzuwachs profitieren, da frei werdende Kapazitäten primär der Intensivierung ihrer Betreuung zugute kommen. Auch der verstärkte Ausbau von Teams ehrenamtlicher Bewährungshelfer – ein zentraler Aspekt des NEUSTART Bewährungshilfekonzepts – und die Institutionalisierung des NEUSTART Qualitätsmodells in allen Unternehmensbereichen erhalten durch die neue Personalsituation eine verbesserte Grundlage. – Ziel aller Maßnahmen ist, die Wahrscheinlichkeit von Rückfallskriminalität entscheidend zu verringern.
Optimierung der Kooperation mit den Sozialen Diensten im Strafvollzug
Die erfolgreiche Übernahme von Klienten, welchen eine bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug eingeräumt wird, zählt zu den Schlüsseldisziplinen einer konstruktiv gestalteten Übernahme in die Bewährungshilfe und setzt qualifiziertes Personal voraus, das sich bereits im Vorfeld der Entlassung auf eine systematische Erhebung aller klientenrelevanten Informationen konzentriert. "Nicht zuletzt dank der neuen Mitarbeiter wird die Kooperation mit den Sozialen Diensten im Strafvollzug neue Impulse erhalten und weiter optimiert", prognostiziert Volkmar Körner.
Pressekontakt:
Dipl.-Ök. Volkmar Körner
Geschäftsführer für wirtschaftliche Angelegenheiten
NEUSTART gemeinnützige GmbH
Rosenbergstraße 122, 70193 Stuttgart
Tel.: 0711/627 69-406
Fax: 0711/627 69-433
E-Mail:
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Über das Unternehmen
KURZPROFIL NEUSTART GEMEINNÜTZIGE GMBH (Baden-Württemberg)
Mit dem 01.01.2007 betraute das Land Baden-Württemberg die NEUSTART gemeinnützige GmbH mit der Durchführung aller für die Bewährungs- und Gerichtshilfe relevanten Aufgaben, Maßnahmen und Dienstleistungen.
Die 2004 gegründete NEUSTART gemeinnützige GmbH ist eine hundertprozentige Tochter des Vereins NEUSTART in Österreich, der seit 50 Jahren justiznahe Sozialarbeit durchführt.
Der finalen Entscheidung des Landes für NEUSTART ging ein zweijähriges, regional begrenztes Pilotprojekt in Stuttgart und Tübingen voran (01.01.2005 - 31.12.2006), das – wie die flächenweite Übertragung an NEUSTART auch – das Resultat einer Ausschreibung bildete, die im Rahmen eines mehrstufigen, europaweiten Auswahlverfahrens den geeigneten Vertragspartner ermittelte.
Das Leitbild von NEUSTART orientiert sich an drei zentralen Grundsätzen: Vergangenheit – verarbeiten, Gegenwart – bewältigen, Zukunft – sichern. Diese Prinzipien bestimmen das Selbstverständnis und Handeln der derzeit rund 370 haupt- und 250 ehrenamtlichen NEUSTART Mitarbeiter in Baden-Württemberg, die jährlich zirka 20.600 Klienten in der Bewährungshilfe betreuen, 2.700 Erhebungen im Kontext der Gerichtshilfe durchführen und in 1.000 Fällen des Täter-Opfer-Ausgleichs erfolgreich intervenieren. Sie leisten damit einen entscheidenden Beitrag, Schutz vor Kriminalität – ihren gesellschaftlichen Folgen und Wechselwirkungen – zu gewährleisten: auf der Basis konstruktiver Konfliktbewältigung und bedarfsgerechter Klientenbetreuung.
Einheitliche Qualitätsstandards sowohl für alle Leistungen der Bewährungs- und Gerichtshilfe als auch des Täter-Opfer-Ausgleichs und die aktive Einbeziehung des Ehrenamts als zentrale Größe der Bewährungshilfe zählen für NEUSTART zu den Garanten einer erfolgreichen Resozialisierung von Menschen in brisanter Lebenssituation.
Landesweit existieren neun Einrichtungszentralen (Freiburg, Heilbronn, Karlsruhe, Mannheim, Ravensburg, Reutlingen, Rottweil, Stuttgart, Ulm), deren Organisationskonzepte auch den spezifisch regionalen Besonderheiten ihrer Klientel Rechnung tragen. Die Geschäftszentrale selbst ist in Stuttgart situiert. Geschäftsführer sind Dipl.-Ök. Volkmar Körner (Wirtschaftliche Angelegenheiten) und Georg Zwinger (Sozialarbeit und Organisation der Einrichtungen).
Weitere Informationen zu NEUSTART gemeinnützige GmbH finden Sie unter www.neustart.org