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Immunsystem und Psyche

04.01.201017:02 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Immunsystem und Psyche
Stress kann auch das Immunsystem schwächen. Bild: Fotalia, Klaus-Peter Adler
Stress kann auch das Immunsystem schwächen. Bild: Fotalia, Klaus-Peter Adler

(openPR) In den letzten Jahren gibt es zunehmend wissenschaftliche Erkenntnisse, die bestätigen, dass die Funktionsfähigkeit des Immunsystems in erheblichem Umfang von psychischen Faktoren beeinflusst wird. Zu diesem Thema erscheinen in regelmäßigen Abständen Artikel in verschiedenen Zeitschriften und Magazinen. Dieses Thema ist also nicht nur für Fachleute von Interesse.

Anfang Dezember 2009 wurde publiziert, dass amerikanische Wissenschaftler einen Mechanismus entdeckt haben, wie sich Stress auf das Immunsystem auswirkt. Bei einer hohen Aktivität des sympathischen Nervensystems verringert sich die Anzahl regulatorischer T-Zellen, mit denen der Körper ein Überschießen der Immunreaktionen verhindert.

Auf dem Jahrestreffen der American Psychological Society 2008 wurde eine Studie von Janice Kiecolt-Glaser von der Ohio State University über den Einfluss von Stress auf die allergische Reaktionsbereitschaft vorgestellt. Janice Kiecolt-Glaser ist eine sehr renommierte Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Psycho-Neuro-Immunologie und hat zu diesem Thema auch zahlreiche Fachartikel publiziert.

In Stressexperimenten hatten Kiecolt-Glaser und ihre Kollegen bei Heuschnupfen-Patienten das Ausmaß von allergischen Reaktionen mit Hilfe von Hauttests untersucht. Wenn die Versuchspersonen einem starken psychischen Stress ausgesetzt waren, wurden die Quaddeln bei den Hauttests um 75 Prozent größer als unter Normalbedingungen. Außerdem trat bei diesen Probanden auch am Tag nach dem Stressexperiment sehr viel häufiger eine stärkere Hautreaktion auf.

Stress führt also zu einer Veränderung der Immunreaktionen. Im Mai 2008 wurde veröffentlicht, dass Stress offensichtlich ein wichtiger Faktor für eine schlecht heilende Infektion sein kann. Amerikanische Forscher des Fox Chase Centers konnten nachweisen, dass Frauen, die sich mit humanen Papillomviren angesteckt hatten, diese Infektion offenbar schlechter überwinden konnten, wenn sie täglichem Stress ausgesetzt waren. Eine länger anhaltende Stresssituation führte auch dazu, dass der Impferfolg bei der Impfung gegen HPV deutlich schlechter ausfiel als bei psychisch ausgeglichenen Patientinnen.

Im September 2008 wurde publiziert, dass chronischer Stress offenbar bestimmte Gene aktiviert, die das Immunsystem in einen permanenten Alarmzustand versetzen. Diese Veränderungen der Genaktivität führen dazu, dass die Immunzellen weniger stark auf das körpereigene Hormon Cortisol reagieren, welches normalerweise Immunreaktionen dämpft. Im September 2009 konnte man nachlesen, dass Depressionen die Überlebenschancen von Krebspatienten beeinträchtigen können. Bekanntlich führen Depressionen zu einer Veränderung des Hormonstoffwechsels und der Aktivität des Immunsystems. Wer also ein starkes und leistungsfähiges Immunsystem haben möchte, der muss auch auf seine psychische Befindlichkeit achten.

In der Orthomolekularen Medizin sind zahlreiche Mikronährstoffe bekannt, die sowohl auf das Immunsystem regulierend wirken als auch auf das Nervensystem. Hier einige wenige Beispiele:

- Vitamin C stimuliert das zelluläre und humorale Immunsystem und ist an der Bildung von Botestoffen des Nervensystems beteiligt.

- Vitamin B6 wird ebenfalls für die Synthese von Neurotransmittern benötigt und hat auch eine wichtige Bedeutung für die Immunkompetenz, insbesondere für die Vermehrung von Lymphozyten.

- Zink ist für die Funktionsfähigkeit verschiedener Neurotransmittersysteme erforderlich (Glycin, GABA, Glutamat) und hat eine zentrale Bedeutung für die Funktionsfähigkeit des Immunsystems, z.B. für die Aktivität der NK-Zellen, die Synthese von Thymushormonen etc.

- Glycin ist ein dämpfender Nervenbotenstoff mit beruhigender und entspannender Wirkung. Glycin hat nachweislich auch einen entzündungshemmenden Effekt.

Bereits der Mangel eines einzigen Mikronährstoffs, zu denen die Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren gehören, kann sowohl die Immunkompetenz als auch die psychische Befindlichkeit stören. Die Zuführung fehlender Mikronährstoffe kann hingegen die Funktion des Nervensystems und die Immunkompetenz erheblich verbessern.

Um herauszufinden welche Mikronährstoffe im Defizit sind und um eine optimale Mikronährstofftherapie einzuleiten, ist eine Mikronährstoffanalyse des Blutes unerlässlich. Das Diagnostische Centrum für Mineralanalytik und Spektroskopie DCMS GmbH bietet eine Laboradiagnostik für das Nervensystem an, den DCMS-Neuro-Check, der mit weiteren Einzelparametern des Immunsystems ergänzt werden kann. Autor: Dr. med. Hans-Günter Kugler, © DCMS GmbH

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