(openPR) Stuttgart, den 1. Dezember 2004
Wenn Medien und Politik sich der Gewalt im privaten Raum widmen, stehen Opfer und Täter meist von vorne herein fest: in heterosexuellen Beziehungen geht Gewalt demnach anscheindend grundsätzlich vom Mann aus, denn Gewalttätigkeit ist, so wird es zumindest gerne suggeriert, naturgegeben eine männliche Eigenschaft. Opfer sind folglich in den meisten Fällen die Frauen. Körperlich unterlegen, schutzlos, wehrlos, hilflos. Weil dem so ist, müssen Frauenhäuser her, in denen geprügelte Frauen Schutz vor ihren Peinigern finden.
Bei all dieser Propaganda ist eines aus dem Blickfeld geraten: nach allem, was eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien zu diesem Thema aussagt, entspricht das gängige Bild von der weitgehend alleinigen männlichen Täterschaft im Bereich heterosexueller Beziehungen nicht der Wirklichkeit. Frauen schlagen ihre Männer mindestens genauso häufig wie Männer ihre Frauen, wahrscheinlich sogar häufiger. Weil diese Erkenntnis jedoch politisch nicht korrekt ist, hat sie enorme Schwierigkeiten, sich in der Öffentlichkeit durchzusetzen.
Dem abzuhelfen, soll der Beitrag „Täter Mann, Opfer Frau? Mythen und Fakten zur häuslichen Gewalt“ dienen, den die geschlechterpolitische Initiative MANNdat im Internet veröffentlicht hat (http://www.manndat.de/Gewalt.htm).
Hier erfahren Sie unter anderem,
- wie amerikanische Forscher zu ihrer eigenen Überraschung schon in den 70er-Jahren feststellten, dass häusliche Gewalt in der Mehrzahl der Fälle von Frauen ausgeht – und wie der feministische Mainstream auf diese Erkenntnis reagierte (und reagiert);
- wie beträchtlich die Schwierigkeiten der politisch Handelnden hierzulande sind, die Realitäten zur Kenntnis zu nehmen;
- dass der Mythos von der Frau als dem „friedfertigen Geschlecht“ wissenschaftlich längst widerlegt ist;
- welche Probleme Männer damit haben zuzugeben, dass sie Opfer von Gewalt seitens ihrer Partnerin geworden sind – und wie schwer es die Gesellschaft ihnen macht.
Links zu weiterführenden Informationsquellen und zu Hilfsangeboten für männliche Opfer häuslicher Gewalt runden den Beitrag ab.









