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Häusliche Gewalt: Wie Freunde und Familie helfen können

25.11.201418:08 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Wenn Frauen in Deutschland Gewalt erfahren, dann meistens durch den eigenen Partner: jede Vierte erlebt hierzulande häusliche Gewalt. Helfen können vor allem Menschen aus dem nahen Umfeld der Betroffenen – viele wissen aber nicht, wie, oder haben Angst. Die Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen, BIG e.V., hilft deshalb jetzt diesen Menschen, zu helfen.



Berlin, 24.11.2014. In Deutschland geht die größte Gefahr für Frauen vom eigenen (Ex)Partner aus: Etwa 25% aller Frauen hierzulande erleiden mindestens einmal in ihrem Leben häusliche Gewalt. 2/3 von ihnen werden über einen längeren Zeitraum schwer misshandelt.

Häufig eskaliert das Gewalthandeln sehr langsam und über Jahre hinweg, so dass Angehörige, Freunde oder sogar Kollegen immer wieder Anzeichen für Gewalt bemerken: Eine Freundin zieht sich zurück, eine Kollegin fehlt häufig, die Tochter wirkt gestresst und schreckhaft. Viele Menschen schrecken aber aus Angst oder Unsicherheit davor zurück, dann helfend einzugreifen. Und Die Betroffenen selbst schweigen häufig aus Furcht vor einem Gesichtsverlust

BIG e.V. richtet sich deshalb anlässlich des diesjährigen Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen an das Umfeld von häuslicher Gewalt Betroffener: mit einem Infoheft und zwei Kampagnen möchte der Verein zu Hilfe aufrufen und befähigen.

Die Broschüre „Häusliche Gewalt – auch Sie können helfen!“ informiert, wie jede/r helfen und sich selbst dabei schützen kann. Sie kann auf der Website des Vereins heruntergeladen werden: http://www.big-berlin.info/medien/haeusliche-gewalt-auch-sie-koennen-helfen

Gemeinsam mit den Berliner Frauenbeauftragten, der design akademie berlin und RadioEins wurde ein Radiospot produziert, der die Hörer/-innen für das Problem sensibilisiert.

Besonders freuen wir uns auch über das Engagement der Ströer Media SE. Ein Spot, der in drei Sprachen auf das Hilfeangebot der rund um die Uhr erreichbaren BIG Hotline in Berlin hinweist, wird vom 25.11. bis zum 16.12. auf digitalen Bildschirmen des rund 340 Screens Public Video-Netzwerks von Ströer in hochfrequentierten Bahnhöfen und Einkaufscentern der Stadt laufen.

Marc Sausen, Leiter Konzernkommunikation Ströer Media SE: „Dieses gesellschaftlich wichtige Thema möchten wir mit einer großen Aufmerksamkeit unterstützen. Die Ausstrahlung über das reichweitenstarke Public Video Netz wird in ganz Berlin für eine starke Wahrnehmung und eine nötige Sensibilisierung für das Thema sorgen.“

Patricia Schneider, Geschäftsführerin BIG e.V.: „Freundinnen oder Angehörige sind oft die Ersten oder sogar Einzigen, denen Betroffene sich anvertrauen. Wir appellieren daher an alle, die diese Gewalt bei anderen vermuten, aktiv zu werden und die Betroffenen zu ermutigen, sich Hilfe zu holen.“

Die Polizei Berlin hilft im akuten Bedrohungsfall und kann den Täter für zwei Wochen der Wohnung verweisen. Hilfe für Betroffene gibt und Informationen für Unterstützer/-innen es z.B. bei der BIG Hotline. Die telefonische Erstberatungsstelle in Trägerschaft von BIG e.V. (Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen) ist rund um die Uhr unter der Telefonnummer 030/ 611 03 00 erreichbar.

Bundesweit fliehen etwa 35.000 Frauen und Kinder jährlich in ein Frauenhaus. Seit Jahren werden innerhalb von zwölf Monaten durchschnittlich fast 1.400 Frauen und ebenso viele Kinder in eines der Berliner Frauenhäuser aufgenommen.

Im vergangenen Jahr 2013 registrierte die Polizei Berlin 15.971 Fälle häuslicher Gewalt. Bei der BIG Hotline gingen 2013 durchschnittlich 25 Anrufe pro Tag ein; insgesamt 9217 Anrufe. Über 80.000 Anrufe wurden seit der Gründung am 15.11.1999 beantwortet.

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