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Corona-Frust: 40 Prozent mehr Neuanmeldungen auf JugendNotmail

30.04.202012:03 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Online-Beratung bewährt sich in Corona-Pandemie

Berlin, 30. April 2020. Der Corona-Frust und die häusliche Isolationen führen bei vielen Jugendlichen zu Verunsicherungen, Ängsten und Streitigkeiten mit den Eltern. Das bekommt die Online-Beratungsplattform JugendNotmail zu spüren: Im Vergleich zu den Wochen davor meldeten sich in den letzten vier Wochen 40 Prozent mehr Ratsuchende an. Auch die Möglichkeit der Einzelberatung wurde von mehr Jugendlichen in Anspruch genommen: 40 Prozent mehr als in den Monaten Februar und März holten sich Rat bei den Online-Beratern*innen. Im Fokus der Beratungen stehen die Themen „Familie“ und „Depression“. „Diese Entwicklung in der aktuellen Situation zeigt, wie wichtig präventive und unterstützende Beratungsangebote für Kinder und Jugendliche sind“, kommentiert Stefanie Gießen, Leiterin der Geschäftststelle von JugendNotmail, „und dass inbesondere die Online-Beratung in der heutigen Zeit Jugendliche dort abholen, wo sie sich meistens aufhalten: im Internet.“ Aufgrund der Vielschichtigkeit der Probleme der Ratsuchenden in Zeiten der Pandemie ist die fachliche Expertise der Online-Berater*innen von JugendNotmail besonders wertvoll und wichtig. „Unsere Berater*innen gehen mit einem geschulten Auge basierend auf ihrer Erfahrung in der systemischen Beratung an die Notmails heran“, ergänzt Gießen.



„Die Tatsache, sich zurzeit mehr Zuhause aufhalten zu müssen und sich direkter mit Eltern und Geschwistern auseinandersetzen zu müssen, birgt viel Potenzial für Auseinandersetzungen oder psychische Belastungen durch Streitigkeiten, Verlust der Alltagsstruktur oder Zukunftsängste“, erklärt Kathrin Weitzel, langjährige Online-Beraterin bei JugendNotmail. Um die Corona-Themen in den Beratungen besser einordnen und einschätzen zu können, hat sich JugendNotmail 100 Stichproben aus stattgefundenen Beratungen seit Mitte März 2020 genauer angeschaut und festgestellt, dass Jugendliche vermehrt von Konflikten und Aggressionen in der Familie wie beispielsweise einer Zunahme von verbaler und körperlicher Gewalt durch ihre Eltern berichten. Auch spielen die räumlichen Gegebenheiten dabei eine Rolle, da die Ratsuchenden den Eltern in den „Corona-Ferien“ nicht entgehen können. „Häusliche Gewalt ist derzeit leider ein ganz wichtiges Thema und hier gilt es Kinder und Jugendliche ganz besonders zu unterstützen“, sagt Weitzel. „Wenn keinerlei Möglichkeiten für die Jugendlichen bestehen, sich bei hochkochenden Konflikten eine Zuflucht bei Freunden oder Zerstreuung durch Aktivitäten außerhalb des Hauses zu suchen, können sich Frustrationen und erhöhte Reizbarkeiten in körperlichen Übergriffen entladen. Die Jugendlichen fühlen sich ausgeliefert und im Stich gelassen, etwa weil Akteure der Jugendhilfe vor Ort nicht mehr im üblichen Umfang aktiv sind.“

Eine ebenso so wichtige Rolle spielen Ängste und Unsicherheiten, mit denen Jugendliche aktuell zu kämpfen haben. Die Ratsuchenden beschreiben, das Durchkreuzen ihrer Zukunftspläne und damit verbundene großen Unsicherheiten und Zukunftsängste aufgrund der Krisensituation. Auch nehmen Panikattacken und Angstzustände zu, weil Covid-19 als Bedrohung empfunden wird oder kein Desinfektionsmittel zur Versorgung von selbstzugefügten Wunden zu bekommen ist. „Gerade Jugendliche in der Pubertät haben einen Freiheitsdrang und fordern einen Freiraum abseits der Kernfamilie“, erklärt die Online-Beraterin, „Daher kann die aktuelle Situation besonders bei Kindern und Jugendlichen zu Verunsicherung, Frustration und Ängsten führen.“

Nicht zuletzt kristallisiert sich auch eine Zunahme psychiatrischer Symptomatiken wie selbstverletzendes und anorektisches Verhalten seit Beginn des Homeschoolings, depressiver Symptome, steigenden Medikamenten-Missbrauches sowie suizidaler Gedanken heraus. „Durch die angestiegenen, psychischen Belastungen in der Krise richten sich die innerlichen Anspannungen gegen die Person selbst, eine Zunahme von Autoaggressionen und destruktiven Gedankenschleifen sind die Folge, aus denen die Jugendlichen ohne äußere Unterstützung nur schwer entkommen können“, erklärt Weitzel.

Je länger die Kontaktsperre, Augangsbeschränkungen und Schulschließungen andauern, desto einsamer fühlen sich Kinder und Jugendliche. Sie erleben beispielsweise das Ausfallen von Jugendgruppen in der Corona-Zeit als belastend, da der soziale Anschluss verloren geht. Freunde fehlen als emotionale Stütze. „Gerade für Kinder und Jugendliche in der Pubertät werden Freunde und Freundschaften zunehmend wichtiger. Mit Freunden wird Freud und Leid geteilt, nicht mit den Eltern“, sagt Weitzel, „Daher wird gerade das Physical Distancing von ihnen als besonders einschneidend erlebt.“ Gleichzeitig verschließen sie sich momentan aber auch ihren Freunden gegenüber mehr, weil dies über den bloßen Messenger-Kontakt einfacher ist.

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