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Zu viel Lärm, zu wenig Gelder

04.11.200915:48 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes

(openPR) Ein Großteil der Kommunen sieht sich mit erheblichen Schwierigkeiten bei der Planung und Erhaltung von Spielplätzen konfrontiert. Das ist das Ergebnis einer Umfrage bei 50 Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern, die der Bundesverband für Freiraumgestaltung (BFG) durchgeführt hat.



Ein gut besuchter Spielplatz ist ein Ort voller Leben. Doch mehr und mehr wird die Geräuschkulisse der Kinder und Jugendlichen nicht als „Zukunftsmusik“ wahrgenommen, sondern als Störfaktor. In der BFG-Umfrage 2009 zum Thema „Hemmnisse bei der Spielraumplanung“ bewertete eine deutliche Mehrheit der Kommunen die Konflikte mit Anwohnern über Lärmbelästigung als zentrales Problem beim Bau und dem Betrieb von Spielplätzen. Je attraktiver ein Spielplatz ist, desto stärker ist die Nutzung mit dem entsprechenden Geräuschpegel. Der Neu- oder der Umbau eines Spielplatzes löst deshalb immer häufiger Proteste der Anwohner aus und sorgt dafür, dass die Kommunen zwischen die Fronten der unterschiedlichen Bürgerinteressen geraten. In einer im Rahmen der Studie befragten Stadt ging der Streit so weit, dass Anwohner einen Spielplatz demontierten, um so ihrem Protest mehr Gewicht zu geben. Verschärft stellt sich die Situation immer dann dar, wenn es darum geht, Angebote für Jugendliche zu schaffen. Aus der Sicht der befragten Kommunen geht dabei die Schere zwischen dem Handlungsbedarf und den Schwierigkeiten in der Umsetzung immer weiter auseinander.

Knappe Kassen erschweren vielfach für eine familienfreundliche Stadtgestaltung

Doch nicht nur der Zwist mit Anwohnern erschwert den Kommunen ihren Auftrag der Freiraumgestaltung für Kinder und Jugendliche. Ein überwiegender Teil von Planern in den Kommunen muss sich mit einem gesunkenen Investitionsvolumen arrangieren. Es gibt immer weniger Geld, das zu einem großen Teil für den Erhalt älterer Spielgeräte aufgewendet werden muss. Diese hohen Instandhaltungskosten, die auch durch Vandalismus bedingt werden, hemmen den Bau neuer Spielplätze. Für viele Planer tut sich ein Graben zwischen dem von den Kommunen formulierten Anspruch kinderfreundlicher Stadtgestaltung und den tatsächlichen Möglichkeiten auf. Mit Leben kann dieser Anspruch in vielen Fällen erst gefüllt werden, wenn auf politischer Ebene durch den Druck von Elterninitiativen ein öffentliches Interesse erkennbar wird. Der BFG wollte von den Kommunen auch wissen, inwieweit die im letzten Jahr in Kraft getretenen europäischen Normen (EN 1176 und 1177) Einfluss auf die Spielplatzplanung haben. Rund 50 Prozent der interviewten Planer gaben an, dass sie sich gut über die neue Normenreihe informiert fühlen und mit der Umsetzung keine Probleme haben. Als Informationsquellen wurden Prüforganisationen wie TÜV oder DEKRA ebenso genannt wie Weiterbildungsangebote der Spielplatzhersteller. Auffälliges Ergebnis der Befragung war aber auch, dass, je mehr sich eine Kommune mit der neuen Normenreihe beschäftigt hatte, je stärker die Unsicherheit und der daraus resultierende Informationsbedarf war. Dieses Ergebnis legt den Schluss nahe, dass die Tragweite der Konsequenzen von jeder zweiten Kommune unterschätzt sein könnte.

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