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Ruhe, bitte - Lärmschwerhörigkeit keine Frage des Alters

29.04.201009:06 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Ruhe, bitte - Lärmschwerhörigkeit keine Frage des Alters

(openPR) Lärm ist eine der Hauptbelastungen am Arbeitsplatz / Am „Tag gegen Lärm“ warnen Betriebsärzte vor dem unterschätzten Krankmacher und dauerhaften Gehörschäden / Junge Menschen immer häufiger betroffen

Karlsruhe, 19. April 2010. Lärm ist überall – und kann schädigen: Ob Musikberieselung im Supermarkt oder täglicher Verkehrslärm, unser Gehör ist einer ständigen Geräuschkulisse ausgesetzt. Hinzu kommt der Arbeitslärm, der die Konzentration erschwert, weil er „nervt“, die Gesundheit beeinträchtigt und Stress auslösen kann. Hohe Geräuschpegel in Büros, im Erziehungswesen oder im Verkauf, Lärm im Baugewerbe, bei der Holzverarbeitung, im Maschinenbau – in Deutschland sind mehr als fünf Millionen Beschäftigte an ihren Arbeitsplätzen unweigerlich Neben- oder Dauergeräuschen und gesundheitsschädigendem Lärm ausgesetzt. Lärmschwerhörigkeit ist die häufigste Berufskrankheit. Durch Freizeitlärm und ungesundes Hörverhalten wird die Belastung noch zusätzlich verstärkt.



Anlässlich des „Tages gegen Lärm“ am 28. April raten Betriebsärzte des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) zum bewussten Umgang mit dem empfindlichen Sinnesorgan und geben Tipps, wie das Gehör dauerhaft vor irreparablen Schäden geschützt werden kann, um chronisch irreparable Schäden am Gehörsystem zu vermeiden. Der Tag soll Beteiligte aktiv für das Problem sensibilisieren.

Jugendliche schon vor Ausbildung krank durch Freizeitlärm
Besonders junge Menschen sind immer häufiger von Lärmschwerhörigkeit betroffen – oft ohne es selbst zu bemerken. Nur etwa vierzig Prozent der Jugendlichen in Deutschland haben ein völlig intaktes Gehör. „Gerade bei jungen Mitarbeitern wird oft schon zu Beginn der Ausbildung eine eingeschränkte Hörfähigkeit festgestellt. Jugendliche unterschätzen die Auswirkungen von Freizeitlärm. Durch MP3- und iPod-Musik, in Diskos oder bei Konzerten wird das Gehör direkt beschallt – bis hin zur Lautstärke eines Düsenjets. Ein Drittel der Jugendlichen wird nach neuesten Untersuchungen wahrscheinlich mit 50 Jahren ein Hörgerät benötigen“, erklärt Dr. Anette Wahl-Wachendorf, Präsidiumsmitglied des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte.

Lärm stört und ist nicht nur in gehörschädigenden Dosen gefährlich. Es wird von vielen unterschätzt, dass die Lärmgefährdung größer ist als das persönliche Empfinden der Lautstärke. „Viele Berufe, die Jugendliche ausüben möchten – zum Beispiel Pilot, Polizist, Kameramann oder Automechaniker – können erst gar nicht erlernt werden, da ein uneingeschränktes Hörvermögen unverzichtbare Voraussetzung ist“, sagt die Arbeitsmedizinerin.

Lärm – Konzentrationskiller und Risikoverstärker
Lärm ist eine der Hauptbelastungen an deutschen Arbeitsplätzen. Doch Schwerhörigkeit ist nicht die einzige Folge: Ständige Lärmbelästigung behindert die Kommunikation, lenkt ab, stört die Konzentration, mindert die Leistungsfähigkeit und erhöht das Unfallrisiko, wenn etwa Warnsignale überhört werden. Vor allem die psychische Belastung durch Lärmstress wird oft verkannt. Mit dem Lärmpegel steigen auch Stress, Schlafstörungen und Blutdruck und damit das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung bis hin zur unheilbaren Schwerhörigkeit.

Regelmäßige Vorsorge und Schutzmaßnahmen
Betriebsärzte haben es sich zur Aufgabe gemacht, Beschäftigte jeden Alters über die Gefahren durch Lärm zu informieren. Zusammen mit dem Arbeitgeber erarbeiten sie auf Grundlage der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung Maßnahmen zum Lärmschutz am Arbeitsplatz – vom Einsatz möglichst leiser Maschinen bis hin zum passenden Gehörschutz.

Und sie plädieren für umsichtige Prophylaxe: „Beschäftige sollten die regelmäßigen kostenlosen Hörtests beim Betriebsarzt wahrnehmen. So können Anzeichen von Lärmschwerhörigkeit rechtzeitig erkannt und notwendige Maßnahmen eingeleitet werden, um ein Fortschreiten einer chronischen Erkrankung zu verhindern. Lärmminderung ist die beste Prävention“, empfiehlt Dr. Anette Wahl-Wachendorf. „Jeder ist auch selbst in der Pflicht, seinen Ohren etwas Gutes zu tun. Bewusste akustische Pausen sind nicht nur wie ein Urlaub für die Ohren, sondern tun auch der Seele gut. Das kann ein gemütlicher Abend auf dem Sofa oder ein Spaziergang in der Natur sein“, so die Arbeitsmedizinerin weiter.

Folgende Maßnahmen sind zu treffen, um den Ohren etwas Gutes zu tun:
? Beschäftigte sind über die Gefahren durch Lärm zu informieren.
? Zur Lärmminderung sind geeignete Gehörschutzmittel wie Gehörschutzstöpsel oder Kapselgehörschützer bereitzustellen, mit dem Ziel, Unter-, aber auch Überprotektion zu vermeiden.
? Beschäftigten muss eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung „Lärm“ angeboten werden.
? Eine Belastung von 85 Dezibel verpflichtet den Arbeitgeber, Lärmbereiche zu kennzeichnen oder den Zugang zu beschränken.
? Ab einer Belastung von 85 Dezibel müssen Beschäftigte Gehörschutz tragen und regelmäßige arbeitsmedizinische Lärm-Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen.

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