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Internationale Jury empfiehlt ACIB als K2-Zentrum

30.10.200908:55 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Internationale Jury empfiehlt ACIB als K2-Zentrum
Internationale Spitze: Industrielle Biotechnologie aus Österreich // Foto (c) ACIB
Internationale Spitze: Industrielle Biotechnologie aus Österreich // Foto (c) ACIB

(openPR) Neues Forschungszentrum für biobasierte Industrie der Zukunft:

Das ACIB – Austrian Centre of Industrial Biotechnology wurde im Rahmen der zweiten COMET-Ausschreibung der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG als COMET-K2-Center im Rahmen eines zweistufigen internationalen Peer-Review-Verfahrens positiv evaluiert und zur Förderung vorgeschlagen.



Im neuen K2-Zentrum werden wichtige österreichische Biotech-Institutionen gebündelt, um in Zukunft gemeinsam an den Standorten Wien, Graz und Innsbruck biotechnologische Forschung auf höchstem internationalem Niveau zu betreiben. Dr. Markus Michaelis, Geschäftsführer des Konsortialführers, des Grazer Vorläufer-Kompetenzzentrums für Angewandte Biokatalyse: „Das rege Interesse nationaler und internationaler Unternehmenspartner und die große Beteiligung wissenschaftlicher Partner zeigt die aktuelle und hohe zukünftige Bedeutung der industriellen Biotechnologie.“

„ACIB wird auch im internationalen Vergleich eines der wichtigsten Forschungszentren im Bereich der industriellen Biotechnologie sein und als wesentlicher Innovationstreiber für die österreichische Wirtschaft fungieren“, erläutert Dr. Friedemann Hesse, Koordinator des Wiener Vorläuferzentrums Austrian Center of Biopharmaceutical Technology.

Sieben Universitäten, mehr als 30 Unternehmen und rund 120 Wissenschafterinnen und Wissenschafter werden bei ACIB ihr Know-how bündeln. Mit einem angestrebten Budget von fast vierzehn Millionen Euro jährlich (rund 66 Mio. Euro bis 2014) erreicht dieses Kompetenzzentrum eine international relevante Dimension. 55 Prozent des Budgets werden vom Bund und den Ländern Steiermark, Wien und Tirol, 40 Prozent von der Industrie und fünf Prozent von den Universitäten aufgebracht.

Freude in Steiermark und Wien

„Für den Standort Steiermark ist die Etablierung des ACIB als drittes K-2-Zentrum ein mehr als positives Signal und ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg des vielleicht wichtigsten Stärkefeldes unseres Landes, der Humantechnologie, zum weltweit führenden Standort innerhalb der nächsten fünf Jahre“, freut sich der steirische Wirtschafts-Landesrat Dr. Christian Buchmann über die heutige Entscheidung. Für den Geschäftsführer des steirischen Humantechnologie-Clusters, Dr. Robert Gfrerer, war Graz „schon seit mehreren Jahren ein internationaler Hotspot der industriellen Biotechnologie. Was unsere Stadt und unser Land zu bieten haben, ist auch im internationalen Vergleich nicht oft zu finden: Universitäre Tradition und Exzellenz, gepaart mit unternehmerischer Vision und Konsequenz.“

Für den Rektor der TU Graz, Prof. Dr. Hans Sünkel, bedeutet das neue K2-Zentrum die Stärkung eines zukunftsweisenden Bereiches in Forschung und Lehre. „Die heutige Entscheidung der Jury bedeutet einen enormen Aufschwung für die steirische Forschung, die damit in bestehenden Stärkefeldern weiter an die Spitze aufrückt und gleichzeitig zukunftsweisende Kompetenzfelder neu erschließen kann. Wir sind stolz darauf, dass unsere Forscher die biobasierte Industrie der Zukunft mitgestalten und werden der Nachfrage nach qualifiziertem Nachwuchs für dieses wichtige Wachstumsfeld auch künftig mit unserem Studienangebot Rechnung tragen.“

„Mit der Entscheidung der FFG-Jury wird die Wiener Forschungs- und Technologiepolitik eindrucksvoll bestätigt“, freut sich Vizebürgermeisterin, Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Mag.a Renate Brauner. „Der aufstrebende Biotechnologie- und Life-Science-Cluster in Wien wird durch die Förderzusage nachhaltig gestärkt“, meint der Geschäftsführer des ZIT Zentrum für Innovation und Technologie, der Technologieagentur der Stadt Wien, Dr. Claus Hofer. „Damit sind wir unserem Ziel, Wien zur Forschungs- und Technologiehauptstadt Mitteleuropas zu machen, einen weiteren wichtigen Schritt näher gekommen“, ergänzt Brauner.

„Sowohl für den Biotech-Standort Wien als auch für das Vienna Institute of Biotechnology der Universität für Bodenkultur Wien bedeutet das neue Zentrum einen enormen Impuls“, meint gf. Rektor Prof. Dr. DI Martin Gerzabek. „Die BOKU bringt dabei die über Jahrzehnte weltweit anerkannte Expertise in der technologisch orientierten Biotechnologie ein und macht das soeben eröffnete Technologiezentrum Muthgasse zu einem noch attraktiveren Standort für die Wiener Wirtschaft.“

Partner aus und Leuchtturm für ganz Österreich

Hinter dem Antragskonsortium der ACIB-Initiative stehen die beiden erfolgreichen Zentren „Austrian Center of Biopharmaceutical Technology – ACBT“ in Wien und das „Kompetenzzentrum Angewandte Biokatalyse“ in Graz. Beide Zentren haben ihr Know-how und ihre Infrastruktur gebündelt, um in Zukunft biotechnologische Forschung auf höchstem internationalem Niveau an den Standorten Graz, Wien und Innsbruck zu betreiben. „Das Potenzial der zukünftigen gemeinsamen Arbeit liegt in der Verschmelzung zweier Erfolgsstories zu einem neuen Ganzen“, erläutert der wissenschaftliche Leiter des neuen österreichischen K2-Zentrums, Prof. Dr. Anton Glieder. Gesellschafter der neuen ACIB-GmbH werden sein: Die TU Graz, die Universität für Bodenkultur BOKU Wien, die Karl-Franzens-Universität Graz, Joanneum Research Graz sowie die Universität Innsbruck.

Breiter Forschungsfokus auf international höchstem Niveau

Die Vision von ACIB ist die Etablierung einer wissensbasierten industriellen Biotechnologie. Die bisher oft auf „Trial and Error“ basierenden Ansätze in der Entwicklung von Bioprozessen sollen durch neue wissensbasierte Methoden ersetzt werden. Anspruch des Zentrums ist es, neue vorhersagbare und ökonomische Produktionsprozesse für eine bio-basierte Industrie zu entwickeln. Erreicht werden soll dies durch die Verbesserung der Einblicke in die zellulären Systeme, ihrer Enzyme und molekularen Mechanismen, um daraus fundamentale Parameter für die Implementierung und Optimierung von Bioprozessen abzuleiten. Die thematischen Forschungsschwerpunkte des neuen Kompetenzzentrums decken einen breiten Bereich der industriellen Biotechnologie ab und reichen von der Entwicklung von Produktionsverfahren für biologische Medikamente und Impfstoffe bis hin zur Biokatalyse.

Ein – auch weiterhin offenes – Konsortium aus derzeit über 30 namhaften nationalen und internationalen Industriepartnern sowie mehr als 30 renommierten Forschungsgruppen sieben österreichischer Universitäten hat ein ambitioniertes Forschungsprogramm erstellt, das sowohl Fördergeber als auch internationale Gutachter aus der Wissenschaft überzeugte. Diese gemeinsam konzipierten Projekte werden in den nächsten fünf Jahren an den Universitäten der Standorte in enger Kooperation mit der Industrie durchgeführt.

Weitere Infos und Bilder online unter:
http://www.humantechnology.at/html/presse_presseinfos_acib2009.htm

(Ende)

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