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acib: Die Natur als Vorbild

19.07.201215:21 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: acib: Die Natur als Vorbild
Biotechnologie pur: Arbeit am Bioreaktor
Biotechnologie pur: Arbeit am Bioreaktor

(openPR) Ob neue Technologien zum Herstellen von Biopharmazeutika, Simulation der Leberfunktion im Reagenzglas oder Entwicklung von Biolacken – das Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) ist Österreichs Erfolgsgeschichte in der industriellen Bio-technologie. Eben hat das K2-Kompetenzzentrum mit Standorten in Graz, Innsbruck und Wien die internationale 2-Jahres-Evaluierung geschafft und bei den Science Days Pläne für die Zukunft geschmiedet.



Probleme mit gefährlichen Chemikalien, schwindende Rohölreserven und immer teurere Treibstoffe – Schlagzeilen, die nicht sein müssten dank moderner, biotechnologischer Prozesse. Das Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) forscht im Zusammenschluss von 30 internationalen Firmenpartnern und acht Universitäten in fast 40 Projekten an Prozessen, welche althergebrachte, die Umwelt belastende Methoden durch solche ersetzen, die von der Natur abgeschaut sind. Um die angewandte Biotechnologie ging es bei den acib-Sciene Days im Juli an der BOKU Wien.
Die Stärke des acib ist die Zusammenarbeit mit der Industrie. Wie erfolgreich die Industriekooperationen sind, erklärt Jörg Windisch, Leiter der weltweiten Entwicklung von Biopharmazeutika bei Sandoz: „Mit dem acib haben wir die erfolgreichste Zusammenarbeit zwischen Industrie und Universitäten für unsere Geschäftseinheit bisher. Die im acib entwickelten Technologien zielen auf hohe Produktivität und Effizienz ab.“

Neue österreichische Schlüsseltechnologie
Um eine höhere Qualität und verkürzte Entwicklungszeiten im Pharmabereich geht es bei der Simulation der Leberfunktion im Reagenzglas. „Unser Ziel ist, jedes einzelne Enzym aus dem menschlichen Abbau-Stoffwechsel zur Verfügung zu haben, damit wir damit beispielsweise spezielle Funktionen der menschlichen Leber simulieren können“, erklärt die acib-Forscherin Margit Winkler. So lässt sich die Entwicklungszeit von Medikamenten drastisch verkürzen, obwohl die Produktsicherheit steigt. „Unsere Firmenpartner Novartis und F. Hoffmann LaRoche wenden diese neue, österreichische Schlüsseltechnologie bereits bei der Entwicklung neuer Wirkstoffkandidaten an“, freut sich acib-Geschäftsführer Anton Glieder.
Innovativen Forschungsarbeiten wie diese machen verständlich, warum Fördergeber und Politik hinter dem Kompetenzzentrum stehen, das ins COMET-Förderprogramm des Bundes eingebunden ist. „Zentren wie das acib sind notwendige Leuchttürme, um die Leistung vergleichsweise kleiner Standorte wie Österreich und Tirol international sichtbar zu machen“, so die Tiroler Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. Die Kooperation des acib mit Tiroler Unternehmen und der Universität Innsbruck sei beispielhaft.
Ähnlich lobende Worte findet der steirische Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann. Er sieht im acib einen wesentlichen Eckpfeiler im Leitthema „Health Tech“. „Außerdem sind die Kompetenzzentren ein echter Beschäftigungsmotor, der mittelfristig Jobs sichert und langfristig neue Arbeitsplätze schafft“, so der Wirtschaftslandesrat.

Erste Evaluierung geschafft
Vieles hat acib seit der Gründung im Jänner 2010 erreicht. Kein Wunder also, dass man die erste Evaluierung unlängst gut hinter sich brachte. 2 Tage dauerte die 2-Jahres-Evaluierung im Grazer Haus der Biokatalyse. Zuletzt stieg weißer Rauch auf. Das 8-köpfige, internationale Evaluierungskomitee lobte die gute Zusammenarbeit, die klaren Ziele und die bisher erbrachten Leistungen.
Zu denen gehört das Herstellen von Biolacken. Zusammen mit Cytec Austria hat acib einen umweltfreundlichen Biolack entwickelt, bei dem nicht mehr Kobald-Verbindungen das Aushärten katalysieren, sondern Enzyme. Kobalt wurde nun als potenziell Krebs erregend eingestuft. Der neue Lack verschafft Cytec einen klaren Technologievorsprung. Das Projekt hat das Finale um den steirischen Fast Forward Award erreicht.

Umweltfreundliche Visionen
Zum acib-Programm gehören auch visionäre Projekte. Etwa jenes, bei dem Kohlendioxid als Rohstoff verwendet wird. In ersten Versuchen gelang es einer Grazer acib-Forschungsgruppe, die Carboxylierung analog der umständlichen Kolbe-Schmitt-Reaktion enzymatisch und umweltfreundlich durchzuführen.
Ebenso visionär ist die Arbeit an alternativen Treibstoffen der 2. Generation. Bei dieser sind Holz- und Getreideabfälle der Rohstoff und nicht mehr Nahrungsmittel selbst. Die Abfälle werden von Enzymen in Zuckermoleküle zerlegt, die wiederum zu Alkohol (Ethanol) umsetzbar sind, der als Biosprit verwendet werden kann. So tank man letztendlich Holzabfälle und schließt einen natürlichen, umweltfreundlichen Kreislauf. Einmal mehr ist die Natur das Vorbild.

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