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Welternährungstag 2009 : Welthunger bekämpfen – mit oder ohne Gentechnik?

15.10.200908:29 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Welternährungstag 2009 : Welthunger bekämpfen – mit oder ohne Gentechnik?
Prof Dr. Matin Qaim, Universität Göttingen (links); Dr. Hans Rudolf Herren, Millennium Institute, Arlington (USA) (rechts)
Prof Dr. Matin Qaim, Universität Göttingen (links); Dr. Hans Rudolf Herren, Millennium Institute, Arlington (USA) (rechts)

(openPR) "Ernährungssicherheit in Zeiten der Krise", so das Motto des diesjährigen Welternährungstages der Vereinten Nationen (16. Oktober). In diesem Jahr werden vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise aller Voraussicht nach eine Milliarde Menschen hungern. BioSicherheit.de nimmt diesen Tag zum Anlass, mit zwei anerkannten Experten zu sprechen. Dabei geht es auch um die Frage, welche technologische Maßnahmen im Kampf gegen den Hunger helfen. Kann die Grüne Gentechnik zur Überwindung des Hungerproblems beitragen?



Mehr Investitionen in die öffentliche Forschung - so lautet ein grundlegendes Ziel, um die Welternährung in den nächsten Jahren zu sichern. Darin sind sich Dr. Hans Rudolf Herren, Co-Chair des in 2008 erschienen Weltagrarberichtes, und Prof. Dr. Matin Qaim, Professor für Welternährungswirtschaft an der Universität Göttingen, einig. Ebenso einig sind sie sich in der Einschätzung, dass das Ertragspotenzial der heute verfügbaren Nutzpflanzen in den Entwicklungsländern im Durchschnitt nur knapp zur Hälfte ausgenutzt wird.

Hans Herren sieht das zentrale Problem in diesen Ländern "in der Auslaugung und Verarmung der Böden". Der Aufbau der Böden sollte nach "den Prinzipien der biologischen Landwirtschaft nachhaltig erfolgen". Die heutige Gentechnik löst seiner Meinung nach nicht die Ursache der Probleme, sondern sie "behandelt vor allem die Symptome". Dennoch räumt er ein, dass es in der Gentechnik "langfristige Forschungen" gibt, die "etwas nützen könnten". Die Zukunft sieht er in der "multifunktionalen Landwirtschaft, die nicht nur Nahrungsmittel produziert, sondern auch eine Umwelt, in der wir uns wohlfühlen".

Dagegen setzt Matin Qaim auf "die Ausnutzung moderner Technologien, vor allem im Bereich der Züchtungsforschung". Das größte Potenzial haben seiner Meinung nach die biotechnologischen Methoden. Doch die öffentliche Forschung in diesem Bereich sieht sich verschiedenen Problemen gegenüber. Regulierungskosten, die höher sind als die eigentlichen Forschungskosten, führen seiner Meinung nach zu einer Konzentration und Monopolisierung hin zu multinationalen Konzernen. Matin Qaim setzt nicht allein auf Gentechnik, sondern hält eine Kombination beispielsweise mit Methoden der biologischen Schädlingsbekämpfung für wünschenswert. Eine umfassende Kostenbetrachtung der Hochtechnologien und der Low-Tech Alternativen zeigt, dass "moderne Saatguttechnologien insgesamt mitnichten teurer sind", so sein Fazit.

Beide Meinungen können auf bioSicherheit.de diskutiert werden – über die Kommentarfunktion können Sie ihren persönlichen Standpunkt beitragen.

BioSicherheit.de im Gespräch mit
Hans Rudolf Herren: "Es gibt verschiedene ökologische Anbauansätze, mit denen man viel weiter kommt als mit der Gentechnik."
http://www.biosicherheit.de/de/debatte/722.doku.html

Matin Qaim: "Wir beobachten bei Bt-Baumwolle, aber auch bei Bt-Mais gerade in Entwicklungsländern Ertragsvorteile von dreißig, vierzig Prozent."
http://www.biosicherheit.de/de/debatte/721.doku.html

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