(openPR) Wenn Eltern Problemkinder auf eigene Faust mit Medikamenten behandeln, droht später eine Medikamenten-Abhängigkeit. Deshalb sollten Arzneimittel nur vom Arzt oder Heilpraktiker verordnet werden. Als Alternative zur nicht unumstrittenen Therapie mit Psychopharmaka bietet die Naturheilkunde eine ganzheitliche Behandlung mit sanften Arzneimitteln.
Stuttgart, 24.9.2009. Kinder, die im Unterricht ständig unkonzentriert, aufgedreht und fahrig sind, können zu einer großen Belastung für Lehrer und Eltern werden. Denn sie sind nicht nur anstrengend. Oft sind auch die schulischen Leistungen ungenügend, selbst bei hochintelligenten Schülern.
Wird der Stress zu heftig, versuchen manche Eltern die Kinder in Eigenregie mit rezeptfreien Arzneimitteln zu behandeln, da diese Präparate als „harmlos“ gelten. Laut Medienberichten kommt es auch immer wieder vor, dass Kinder mit starken Medikamenten ruhig gestellt werden, die den Eltern verordnet wurden.
Vorsicht Medikamenten-Abhängigkeit
„Es ist immer problematisch, Kindern bei Verhaltensstörungen auf eigene Faust Arzneimittel zu geben“, sagt Dr. Wolfgang Widmaier, Heilpraktiker und Apotheker von der Union Deutscher Heilpraktiker. „Denn selbst wenn es sich nur um Baldriantropfen handelt, besteht die Gefahr, dass man die Kinder konditioniert, bei Stress oder Schwierigkeiten automatisch zu Medikamenten zu greifen. Und damit kann der Weg in eine spätere Medikamenten-Abhängigkeit vorgezeichnet sein. Außerdem enthalten Baldriantropfen 70% Alkohol.“
Bei länger anhalten Symptomen wie Konzentrationsstörungen oder starker Unruhe sollten betroffene Eltern das Kind von einem Arzt oder Heilpraktiker untersuchen lassen. Die konventionelle Medizin wird zunächst mit psychologischen Tests und weiteren Diagnoseverfahren abklären, ob das Kind unter einer Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung (ADSH) leidet. ADHS ist eine psychische Störung, als deren Ursache Fehlfunktionen im Gehirnstoffwechsel vermutet werden. Wenn die diagnostischen Abklärungen auf ADHS hinweisen, wird eine Therapie mit Medikamenten wie Methylphenidat (Ritalin) angeordnet, oft in Kombination mit Maßnahmen wie Psychotherapie und Elterntraining.
Sanfte Therapie statt Psychopharmaka
Der Heilpraktiker bietet Alternativen zu der nicht unumstrittenen Behandlung mit Psychopharmaka. Er untersucht das Kind zunächst, um körperliche Ursachen auszuschließen wie Infektionen, so genannte „Störfelder“ z.B. wurzeltote Zähne oder eine Belastung mit Umweltgiften. Im nächsten Schritt klärt er mit den Eltern, ob das Kind eine gesunde, ausgewogene Ernährung bekommt – ein sehr hoher Anteil von Zucker, Phosphat oder Zusatzstoffen in der Nahrung kann entsprechende Symptome auslösen. Abgeklärt wird auch, ob eventuell eine Nahrungsmittelunverträglichkeit vorliegt, z.B. eine Laktoseintoleranz. Mit einer Blutanalyse lässt sich feststellen, ob dem kleinen Patienten bestimmte Nährstoffe oder Mikronährstoffe fehlen.
Ein weiterer Knackpunkt ist das Thema Bewegung: Hat das Kind die Möglichkeit, sich regelmäßig an der frischen Luft auszutoben oder verbringt es zu viel Zeit am Computer oder vor dem Fernseher? Achten die Eltern auf einen geregelten Tagesrhythmus mit festen Zeiten für Essen, Schlafen, Spielen und Lernen?
Finden sich im Lebensstil keine Ansatzpunkte, bietet die Naturheilkunde sanfte Therapien wie die Behandlung mit Bachblüten, Schüssler-Salzen, Phytotherapie oder Homöopathie. Der Heilpraktiker stimmt die Medikamente jeweils auf die individuelle Konstitution des Patienten ab. Die ausgewählte Arznei muss regelmäßig eingenommen werden und soll die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen, so dass der Organismus aus eigener Kraft wieder ins Gleichgewicht kommt.
„Für Eltern die ihre Kinder nicht mit Psychopharmaka behandeln lassen möchten, ist eine naturheilkundliche Therapie die richtige Alternative,“ empfiehlt Dr. Widmaier. Denn wie eine Studie der Universität Bern 2005 nachweisen konnte, nahmen ADHS-Symptome während einer homöopathischen Therapie um 37 – 63% ab. Außerdem besserte sich das Lernverhalten und die Wirkung hielt langfristig an.








