(openPR) In Deutschland ist der Anteil der Langzeitarbeitslosen besonders hoch. Nahezu jeder 2. Arbeitslose ist länger als 1 Jahr ohne Job.
Allgemein stellt der OECD Beschäftigungsausblick fest, dass eine wirksame Politik, die sowohl Beschäftigungs- als auch soziale Ziele verfolgt, einen moderaten Anteil an Beschäftigungssicherung verbunden mit Vermittlungs- und Beratungsangeboten für Arbeitslose voraussetzt. Dies erfordert einen Ansatz der „gegenseitigen Verpflichtung“, wobei Leistungsbezieher Beratung, Unterstützung bei der Jobsuche und anderer beschäftigungsfördernde Dienste erhalten. Als Gegenleistung für finanzielle Leistungen sind sie verpflichtet aktiv nach Beschäftigung zu suchen und ihre Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern.
2/3 der Arbeitslosen würden arbeiten, wenn entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden wie:
- effektive Unterstützung bei der Arbeitssuche
-> hier greift das DISCO Prinzip der kompetenzbasierten Arbeitsvermittlung
- Weiterbildung, dort wo nötig
-> hier greift der DISCO Erfolgszyklus
Der dänische „Flexicurity“ Ansatz zeigt, dass diese Kombination von Politikansätzen positive Ergebnisse zeitigen kann, auch wenn dies zunächst kostenintensiv ist.
Bei der Bereitschaft, dafür Geld in die Hand zu nehmen, steht Deutschland ähnlich schlecht da wie die USA mit 0,7 % des BIP, während Beschäftigungsprogramme beispielsweise in Dänemark 5% des BIP ausmachen.
Zur Finanzierung dieser Ausgaben gibt es freilich im internationalen Umfeld interessante Ansätze: Geringere Lohnnebenkosten für Firmen die wenig Arbeitnehmer entlassen oder ein Fonds-Modell in Österreich, in die jede Firma, die entlässt, einzahlen muss.








