(openPR) 44 Prozent der Bundesbürger strikt gegen Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke
Die Bundesbürger zeigen sich in Fragen der weiteren Nutzung der Kernenergie in Deutschland gespalten: Während jeder Fünfte (20%) einen kompromisslosen Sofortausstieg aus der Atomenergie befürwortet – auch unter Übernahme möglicher Entschädigungspflichten gegenüber der Atomindustrie durch den Steuerzahler – und ein weiteres Viertel (24%) den 2000 unter Kanzler Schröder vereinbarten geordneten Ausstieg bis zum Jahre 2030 begrüßt (Maximallaufzeit einzelner AKW von 32 Jahren), halten auf der anderen Seite 40 Prozent eine Laufzeitverlängerung moderner Atomkraftwerke zugunsten der vorzeitigen Stilllegung älterer Meiler für einen guten Kompromiss. Große Einigkeit herrscht lediglich in der Ablehnung des Baus neuer Atomkraftwerke.
Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov. 1.000 Bundesbürger ab 16 Jahren wurden repräsentativ im YouGov Panel Deutschland befragt.
Insbesondere die den Grünen und der Linkspartei nahe stehenden Bürger befürworten den schnellstmöglichen Atomausstieg (bis zu 40 Prozent). SPD-Anhänger halten mehrheitlich am Atomkonsens von 2000 fest (41%), wären zu einem Drittel (34%) aber auch für einen Atomkompromiss mit vereinzelten Laufzeitverlängerungen zugunsten der vorzeitigen Abschaltung älterer AKW´s offen. Bei den Sympathisanten von CDU/CSU und FDP finden insbesondere der Sofortausstieg aber auch der bestehende Atomkonsens von 2000 mit Abstand die geringste Zustimmung, sie befürworten am stärksten einen Kompromiss zwischen einzelnen Laufzeitverlängerungen und Laufzeitverkürzungen (rund 60%).
16 Prozent der Bundesbürger vertreten in dieser Frage andere Meinungen oder sind sich beim richtigen Weg in der zukünftigen Nutzung der Kernenergie unsicher. Jüngst war zwischen der CDU-Chefin Angela Merkel (CDU) und Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) erneut Streit über die zukünftige Atompolitik in Deutschland entbrannt. Auslöser waren die unterschiedlichen Bewertungen des möglichen Endlagers Gorleben sowie die deutlichen Missstände im Zwischenlager Asse.











