(openPR) Neu-Ulm, 02. September 2009. Nicht nur Menschen, die an einer saisonal abhängigen Depression (SAD) leiden, verspüren ab Herbst Antriebs- und Lustlosigkeit. Ein Grund hierfür sind Umstellungsschwierigkeiten des Körpers auf die kürzeren Tage und eine vermehrte Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin bei mehr Dunkelheit. Mit medizinischem Sauerstoff kann man dem entgegenwirken: Er kann die Produktion des Stimmungsaufhellers Serotonin im Zentralen Nervensystem anregen und so ein Ungleichgewicht zwischen Schlaf- und Glückshormonen ausgleichen.
Das zentrale Nervensystem muss sich im Herbst auf den Jahreszeitenwechsel und die innere Uhr des Menschen auf die kürzeren Tage umstellen. Neben den typischen Symptomen einer Depression wie Traurigkeit, Gereiztheit und Motivationslosigkeit verspüren Menschen, die unter einer SAD leiden, auch ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Die Symptome beginnen meist zwischen September und November und können bis April andauern. Die SAD wird seit den 80er Jahren als Krankheit beschrieben und ist in ihrer abgeschwächten Form auch als „Herbstblues“ bekannt. Frauen leiden laut Studien häufiger als Männer an diesen depressiven Verstimmungen*, die auch das Immunsystem schwächen und den Körper anfälliger für Krankheiten werden lassen.
Ungleichgewicht zwischen Glücks- und Schlafhormonen.
Schuld an der depressiven Verstimmung in Herbst und Winter sind die Hormone. Denn (mangelndes) Sonnenlicht wirkt direkt auf das Hormonsystem. Für dessen Stimulation sollte die Lichtintensität mindestens 2.500 Lux betragen, an Herbsttagen erreicht die Sonne aber meist nur bis zu 1.500 Lux. Es kommt nicht mehr genügend Licht durch die Pupille auf der Netzhaut im Auge an, und die Ausschüttung der Hormone im Gehirn wird beeinflusst. Weniger Sonnenstunden und die geringere Leuchtkraft der Sonne sind also direkt dafür verantwortlich, dass das Gehirn im Herbst und Winter nicht mehr ausreichend Glückshormone produziert. Es entsteht ein Mangel des Glücksstoffs Serotonin. Dieses überträgt Signale zwischen den Nervenzellen im Gehirn und gilt als Botenstoff für gute Nachrichten. Zudem wird durch den Lichtmangel die Produktion des Schlafhormons Melatonin, das vor allem abends und nachts gebildet wird, nicht mehr ausreichend gehemmt: An lichtarmen Tagen wird dieses Hormon auch tagsüber vermehrt ausgeschüttet. Es kommt zu einem Überschuss an Melatonin und einem Mangel an Serotonin. Die Balance zwischen Glücks- und Schlafhormonen geht verloren, mehr Müdigkeit und eine melancholische Grundstimmung sind die Folge.
Sonnenlicht, Sport und Sauerstoff sorgen für seelisches Gleichgewicht.
Menschen, die anfällig für depressive Verstimmungen im Herbst sind, sollten möglichst viel Zeit im Freien verbringen und Sonnenlicht tanken. Zudem kann durch ein moderates sportliches Training in Kombination mit reinem Sauerstoff, wie z.B. von goX, eine Erhöhung des Sauerstoffspiegels im Blut erreicht werden. Dadurch verbessert sich der Gehirnstoffwechsel, und Endorphine werden freigesetzt. Der verbesserte Blutsauerstoffgehalt kann so die Produktion des Glücksstoffs Serotonin im Zentralnervensystem fördern** und den Abbau des für die schlechte Laune verantwortlichen Melatonins unterstützen. Damit kann er für die richtigen Mengen und Relationen der Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren im Gehirn und damit für ein besseres seelisches Gleichgewicht im Herbst sorgen.
* University of Virginia Health System, http://www.healthsystem.virginia.edu/uvahealth/adult_mentalhealth/holsad.cfm, 17.08.2009
** M. Nishikawa, Y. Kumakura, S.N. Young, P. Fiset, N. Vogelzangs, M. Leyton, C. Benkelfat, M. Diksic, Increasing blood oxygen increases an index of 5-HT synthesis in human brain as measured using [alpha]-[11C]methyl-l-tryptophan and positron emission tomography, Neurochemistry International, Volume 47, Issue 8, December 2005, Pages 556-564













