(openPR) Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag der TK vom Oktober 2011 schlagen der Herbst und Winter jedem fünften Bundesbürger aufs Gemüt. Frauen zeigen sich empfindlicher als Männer: jede Vierte sagte aus, dass das Wetter und die Jahreszeit ihre Stimmung beeinflussen. Dieser Herbst-Winter-Blues ist nicht zu verwechseln mit der von Experten bezeichneten Saisonal Abhängigen Depression –SAD. Ca. 1% der an einer Depression Erkrankten ist von der SAD betroffen.
„An dem Wechsel in die kalte Jahreszeit mit kürzeren Tagen und nass-kaltem Wetter können wir nichts ändern, wohl aber an der Art und Weise, wie wir damit umgehen,“ sagt Prof. Dr. Götz Mundle, Chefarzt der Klinik Berlin/Brandenburg in Wendisch Rietz und ärztlicher Geschäftsführer der Oberbergkliniken, die auf die Behandlung von Menschen mit Depressionen, Burn-out, Sucht- und Angsterkrankungen spezialisiert sind.
Ein erster wichtiger Schritt besteht darin, mit ärztlicher Unterstützung festzustellen, ob man an einer Depression erkrankt ist. Gefühle von Hoffnungslosigkeit, Traurigkeit und Schlafmangel weisen nicht zwangsläufig auf eine Erkrankung hin. „Schlechte Zeiten“, in denen die Welt grau und unattraktiv scheint, können durchaus länger als einen Tag dauern. Man kann dann jedoch selbst noch erkennen, dass es einem nicht gut geht und sieht Möglichkeiten, aus der grauen Zeit herauszukommen. Aufenthalte an der frischen Luft um den Mangel an UV-Strahlung auszugleichen, Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf helfen schon dabei, trübe Gedanken zu vertreiben.
„Jemand, der an einer Depression erkrankt ist, schafft diese Selbstregulation nicht mehr,“ betont Dr. Edda Gottschaldt, Aufsichtsratsvorsitzende der Oberbergkliniken. Die Erkrankten sollten mit therapeutischer Hilfe beginnen, an sich zu arbeiten. Es ist wichtig, über die Depression und ihre Ursachen zu sprechen. Bei der Behandlung werden bewusst Methoden der Achtsamkeit und Meditation eingesetzt, neben den klassischen Psychotherapieverfahren.
Diese Methoden sind nicht nur bei der Behandlung von seelischen Erkrankungen erfolgreich. Jeder kann sie in den Alltag integrieren und davon profitieren. Mundle: „Bei Meditation und Achtsamkeit entsteht ein scheinbarer paradoxer Zustand von Entspannung einerseits und großer Wachheit andererseits. Stresshormone werden abgebaut, eigene Selbstheilungskräfte und Potenziale werden aktiviert. Die damit einhergehende Stärkung der Persönlichkeit und die erhöhte Leistungsfähigkeit ändern nichts an der kalten Jahreszeit, ermöglichen es uns aber, ihren Einfluss auf unsere Stimmung zu verringern.“









